Ryanair will den Airport in Wien anfliegen

07.12.2015 - 15:29 0 Kommentare

Ryanair will Passagiere von und nach Wien transportieren. Hintergrund sind Wachstumspläne bezüglich der Alpenrepublik. Bisher teilen zwei Luftfahrtkonzerne den Großteil des österreichischen Marktes unter sich auf.

Eine Boeing 737-800 in den Farben der irischen Ryanair. - © © AirTeamImages.com - Danish Aviation Photo

Eine Boeing 737-800 in den Farben der irischen Ryanair. © AirTeamImages.com /Danish Aviation Photo

Der irische Billigflieger Ryanair will eine größere Rolle im österreichischen Luftverkehr spielen. Das Land ist derzeit "der kleinste Markt für uns. Das wollen wir ändern", sagte der Marketing-Chef der Airline, Kenny Jacobs, dem "Standard". Im Auge hat der Low-Cost-Carrier Österreichs größten Flughafen in Wien. Das gestaltet sich jedoch als schwierig. Laut Airport-Vorstandsdirektor Julian Jäger wolle Ryanair Sonderkonditionen, die der Flughafen nicht anzubieten bereit sei.

Den Wien-Vorstoß begründet Jacobs mit den guten Wachstumschancen in Österreich. Europaweit hätten die Billigflieger einen Marktanteil von 35 Prozent. "Österreich bringt es auf unter zehn Prozent", so der Marketing-Chef. Die Airline bedient im Moment die Airports in Salzburg und Linz, angeboten werden jeweils zwei Routen. Ryanairs Marktanteil in Österreich liegt derzeit bei 0,5 Prozent.

Zwei Luftfahrt-Konzerne teilen aktuell rund 70 Prozent des österreichischen Marktes unter sich auf. Die Lufthansa Group hat allein mit Austrian Airlines, Lufthansa und Germanwings derzeit einen Marktanteil von rund 56 Prozent. Air Berlin und deren Tochter Niki kommen auf rund 14 Prozent.

Ryanair sieht Wien als Ergänzung

Das angestrebte Engagement in Wien hätte laut Jacobs keine Auswirkungen auf die Ryanair-Aktivitäten am Airport in Bratislava (Slowakei). Zwischen beiden Standorten liegt eine Luftlinie von knapp 50 Kilometern. "Wien wäre eine gute Ergänzung zu Bratislava, so wie London-Gatwick für London-Stansted", so Jacobs.

In Wien würde auf Ryanair jedenfalls auch die Konkurrenz in Form der neuen Eurowings warten. Die Lufthansa-Billigtochter hat dort ihren Sitz und eine Basis. Jacobs sieht in der Eurowings jedoch keine ernstzunehmende Gefahr. Er glaubt: Echte Billigpreise werde die Lufthansa-Tochter nicht anbieten.

© dpa, Thomas Frey Lesen Sie auch: So will Ryanair in Deutschland wachsen

Ryanair will ihre Passagierzahl in den kommenden acht Jahren von derzeit 105 Millionen auf 200 Millionen steigern. Auch in Deutschland setzt der irische Billigflieger auf Wachstum. So fliegt die irische Airline neben den kleinen Regionalflughäfen inzwischen auch größere Airports an. Der Billigflieger setzt inzwischen auch verstärkt auf Geschäftskunden.

Von: ch
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