Ryanair muss nach Streik Luxemburger Passagiere entschädigen

24.01.2019 - 17:19 0 Kommentare

Ryanair muss in Luxemburg zwei Passagiere nach der Annullierung von Flügen wegen eines Pilotenstreiks im Sommer 2018 entschädigen. Nach Angaben des europäischen Verbraucherzentrums (EVZ) Luxemburg muss der Low-Coster gemäß den rechtskräftigen Urteilen jeweils 250 Euro zahlen.

Lange Schlangen vor Ryanair-Schaltern am Flughafen auf Palma de Mallorca. - © © dpa - Clara Margais

Lange Schlangen vor Ryanair-Schaltern am Flughafen auf Palma de Mallorca. © dpa /Clara Margais

Die Fluggesellschaft hatte sich zuvor mit dem Hinweis auf "höhere Gewalt" geweigert, Entschädigung zu zahlen. Nach Ansicht des Friedensgerichts in Luxemburg handelte es sich bei dem Streik jedoch um eine Situation, die eine Pflicht zur Entschädigung nach sich ziehe, bestätigte ein Justiz-Sprecher auf Anfrage.

Bereits Mitte 2018 hat das Gericht zwei Passagieren der Lufthansa ebenfalls jeweils 250 Euro wegen mehrstündiger Verspätung aufgrund eines Streiks zugesprochen.

© dpa, Daniel Naupold Lesen Sie auch: Entschädigung ist bei Airline-Streiks nicht ausgeschlossen

Die Direktorin des Verbraucherzentrums in Luxemburg, Karin Basenach, erklärte am Donnerstag, das Urteil zeige, dass Verbraucher ihre Rechte auch gegenüber großen Fluggesellschaften durchsetzen könnten. Das EVZ bleibe dabei ein Ansprechpartner für geschädigte Passagiere.

Von: br, dpa
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus