Ryanair streicht Angebot am Hahn weiter zusammen

15.01.2014 - 17:15 0 Kommentare

Von Skandinavien bis zur südlichen Ägäis werden am Flughafen Hahn die Passagierverbindungen ausgedünnt. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin will den Flughafen im Hunsrück weiter unterstützen.

Flugzeuge der Ryanair stehen auf dem Vorfeld des Flughafens Hahn - © © dpa - Thomas Frey

Flugzeuge der Ryanair stehen auf dem Vorfeld des Flughafens Hahn © dpa /Thomas Frey

Der angekündigte reduzierte Flugbetrieb der irischen Billig-Airline Ryanair am Flughafen Hahn zeigt erste Wirkung. Seit Januar werde die schwedische Hauptstadt Stockholm nicht mehr angeflogen, sagte heute Ryanair-Sprecherin Henrike Schmidt. Weitere Strecken stünden auf dem Prüfstand. Welche zum Sommerflugplan ab Ende März noch wegfielen und welche seltener angeflogen würden, stehe aber noch nicht fest. Die Strecken, die auf der Kippe stehen, nannte sie nicht.

Sicher ist schon seit Mitte Dezember, dass Ryanair, der wichtigste Kunde des angeschlagenen Flughafens Hahn, seinen Flugbetrieb im Hunsrück abspeckt. So sollen im Sommer dort statt bisher neun nur noch sechs Maschinen der irischen Airline stationiert sein. Das bedeutet ein Minus bei den Verkehrszahlen für das Gesamtjahr im Vergleich zu 2013 von knapp 15 Prozent (300.000 Passagiere).

Der Cochemer «Wochenspiegel» hatte berichtet, von Ende März an sollten die Ryanair-Verbindungen zu den griechischen Inseln Korfu, Kos und Rhodos, nach Volos (Griechenland), ins italienische Bologna sowie nach Gran Canaria und Fuerteventura ersatzlos gestrichen werden.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) bekannte sich bei einem Neujahrsempfang auf dem Flughafen erneut zu dessen Erhalt. «Wir wollen das Erreichte erhalten und nach neuen Perspektiven suchen», sagte Dreyer laut Erklärung. Trotz der Schwierigkeiten seien die Vorteile des Hahn unübersehbar: Schneller Güterumschlag, 24-Stunden-Betrieb und hoch motivierte Mitarbeiter seien starke Argumente für die Zukunft. Die Landesregierung werde den Flughafen weiter unterstützen.

Von: dpa
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