Ryanair plant massiven Stellenabbau

31.07.2019 - 14:01 0 Kommentare

Ryanair benötigt in den kommenden Monaten rund 1500 weniger Piloten und Flugbegleiter. Grund sind das geringere Wachstum aufgrund der 737-Max-Problematik. Auch der Brexit drücke die Nachfrage.

Flugbegleiter von Ryanair. - © © Ryanair -

Flugbegleiter von Ryanair. © Ryanair

Bei Europas größtem Billigflieger Ryanair stehen wegen des Flugverbots für Boeings Mittelstreckenjet 737 Max hunderte Stellen auf der Kippe. Das Unternehmen benötige rund 1500 weniger Piloten und Flugbegleiter als eigentlich geplant, zitierte die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch aus einer Videobotschaft des Managers an die Belegschaft. Schon jetzt habe die Airline über 500 Piloten und rund 400 Flugbegleiter zu viel. Weitere 600 Stellen, die Ryanair für kommenden Sommer besetzen wollte, würden nun nicht benötigt.

Als weiterer Grund gilt die Unsicherheit durch den geplanten Austritt Großbritanniens aus der EU, der auf die Nachfrage drückt. Ein Ryanair-Sprecher bestätigte die Echtheit des Videos.

"Wir werden in den nächsten Wochen versuchen, den Stellenabbau möglichst gering zu halten", sagte O'Leary. Allerdings werde er sich nicht ganz vermeiden lassen. Bis Ende August solle Klarheit herrschen.

© Boeing, Lesen Sie auch: Ryanair stampft Wachstumsziele wegen fehlender 737 Max ein

Die Fluggesellschaft hat wegen der gestoppten Auslieferungen des Boeing-Fliegers ihre Wachstumspläne für das kommende Jahr zusammengestrichen. Bis zum Sommer 2020 werde sie statt der geplanten 58 Jets des Typs voraussichtlich nur 30 Maschinen erhalten.

Nach zwei tödlichen Abstürzen bei Airlines in Indonesien und Äthiopien gilt für die Boeing 737 Max seit März ein weltweites Flugverbot. Noch ist völlig offen, wann der Hersteller die Probleme mit dem Jet gelöst hat und die Aufsichtsbehörden das Flugverbot aufheben. Boeing hat die Produktion des Typs bereits gedrosselt und die Auslieferungen gestoppt.

Von: br
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