Ryanair stationiert Reserve-Maschinen in Frankfurt

08.12.2017 - 14:10 0 Kommentare

Ryanair hat mit seinen engen Umläufen besonders viele späte Landefenster kurz vor 23 Uhr am Flughafen Frankfurt. Die Iren landen häufig zu spät, müssen deswegen zum Rapport im Ministerium und einigen sich auf Hilfsmaßnahmen.

Maschine der Ryanair: Maßnahmen gegen die vielen Verspätungen. Foto: © AirTeamImages.com, Javier Guerrero

Nach zahlreichen verspäteten Landungen verlegt Ryanair die Ankunftszeiten einiger Flüge am Frankfurter Flughafen nach vorn. Das ist das Ergebnis von Gesprächen mit der Luftaufsicht und der Fluglärmschutzbeauftragten, wie das hessische Verkehrsministerium mitteilte. Die Behörde hatte die Iren einbestellt, um die zahlreichen Spätlandungen nach der geltenden 23-Uhr-Grenze abzustellen.

Ryanair hat sich nach Darstellung des Landes bereit erklärt, die besonders kritischen Flüge von kommendem Montag an (11. Dezember) jeweils um mindestens zehn Minuten nach vorn zu ziehen. Betroffen sind Flüge aus Faro, Valencia, Madrid und Barcelona. Auch will die Gesellschaft zwei Reserve-Maschinen in Frankfurt stationieren, um mögliche Verspätungen abzufangen, die sich schon früher am Tag in den Umläufen der Jets ergeben könnten.

Fluglärmschutzbeauftragter will Maßnahmen prüfen

"Nicht jede verspätete Landung ist verboten. Aber das müssen Ausnahmefälle bleiben, die nichts mit der Flugplangestaltung zu tun haben", erklärte die Fluglärmschutzbeauftragte Regine Barth. Man werde die angekündigten Maßnahmen nun genau überprüfen.

Landungen in Frankfurt nach 23 Uhr dürfen nicht schon in der Flugplangestaltung angelegt sein. Nur unter dieser Voraussetzung sind am größten deutschen Flughafen Landungen zwischen 23 und 24 Uhr ohne Einzelfallgenehmigung erlaubt. Gestartet werden darf in dieser Zeit ohnehin nicht.

Ryanair hat mit seinen engen Umläufen besonders viele späte Landefenster kurz vor 23 Uhr. Die vier nun geänderten Verbindungen hatten binnen sechs Wochen zu 40 verspäteten Landungen geführt. Für den Sommerflugplan wurden weitere Änderungen angekündigt.

Von: cs, dpa
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