Ryanair-COO muss nach Flugplanchaos gehen

Ryanair muss bis in den nächsten Sommer tausende Flüge streichen, nun hat das Chaos offenbar erste personelle Konsequenzen: Operation-Chef Michael Hickey wird den Carrier verlassen. Er bleibt den Iren allerdings auch weiterhin erhalten.

Ryanair-Manager Mick Hickey - © © dpa - Christian Schultz

Ryanair-Manager Mick Hickey © dpa /Christian Schultz

Einer der Topmanager des irischen Low-Cost-Carriers Ryanair hat inmitten der Kritik um Zehntausende gestrichene Flüge seinen Rücktritt angekündigt. Michael Hickey, der bisher für den operativen Betrieb zuständig war, wird das Unternehmen Ende Oktober verlassen, wie Ryanair mitteilte. Er ist der erste Topmanager, der seit der angekündigten massiven Flugstreichung geht, mit der ein Fehler bei der Planung der Pilotenurlaube behoben werden soll. Hickey sei für die Einteilung der Schichten der Piloten verantwortlich gewesen, berichtete der Sender BBC auf seiner Webseite.

So ganz geht Hickey nicht

Zugleich lobte Ryanair-Chef Michael O'Leary die Arbeit von Hickey. In den zurückliegenden 30 Jahren habe er Enormes für das Unternehmen geleistet, speziell für Qualität und Sicherheit. Hickey werde schwer zu ersetzen sein. O'Leary dankte ihm ferner dafür, dass er angefangene Großprojekte zu Ende betreuen und auch nach seinem Ausscheiden als Berater zur Verfügung stehen werde, um einen weichen Übergang auf einen Nachfolger zu ermöglichen.

Ryanair hatte vor Kurzem bekanntgegeben, wegen der Fehlplanung der Pilotenurlaube zehntausende Flüge in den kommenden sechs Monaten zu streichen. Allein in diesem Monat werden demnach etwa 18.000 Flüge ausfallen. Hickey kam 1988 zunächst als Ingenieur zu Ryanair. 2000 wurde er Technik-Direktor und 2014 Hauptverantwortlicher für den operativen Betrieb.

© AirTeamImages.com, Bill Blanchard Lesen Sie auch: Ryanair streicht Winter-Flugplanungen zusammen

Von: cs, dpa

Datum: 09.10.2017 - 09:07

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