Ryanair in den USA wegen angeblicher Kursmanipulation angeklagt

08.11.2018 - 12:49 0 Kommentare

Ryanair droht juristischer Ärger in den USA. Ein US-Pensionsfonds verklagt den Billigflieger und Chef Michael O’Leary wegen irreführender Angaben. Die Iren weisen alle Anschuldigungen zurück.

Ryanair-Chef Michael O'Leary - © © Jane Barlow/PA Wire/dpa -

Ryanair-Chef Michael O'Leary © Jane Barlow/PA Wire/dpa

Der irische Billigflieger Ryanair und sein Chef Michael O'Leary sind in den USA wegen angeblich irreführender Angaben verklagt worden. Ein Pensionsfonds aus Alabama wirft dem Unternehmen vor, Investoren über die Konflikte mit Piloten und anderen Angestellten getäuscht zu haben, die zu deutlichen Kursverlusten am Aktienmarkt geführt hätten. Das geht aus der bei einem New Yorker Gericht eingereichten Klage hervor.

Ryanair musste am 1. Oktober die Gewinnprognose für das aktuelle Geschäftsjahr nach unten korrigieren. Als Grund gab der Carrier unter anderem die Streiks der letzten Monate an. Der Aktienkurs gab nach der Verkündung um rund zwölf Prozent nach.

Ryanair weist alle Anschuldigungen zurück

Ryanair wies diese Anschuldigungen auf Nachfrage zurück und kündigte in einer Stellungnahme an, sich energisch gegen die "zum Scheitern verurteilte" Klage zur Wehr zu setzen. Der Pensionsfonds fordert Schadenersatz für erlittene Kursverluste und will das Verfahren als Sammelklage vorantreiben, der sich andere Investoren anschließen könnten. Es bleibt allerdings abzuwarten, ob der Rechtsstreit überhaupt vom zuständigen Gericht zugelassen wird.

© Jane Barlow/PA Wire/dpa, Lesen Sie auch: Erstmals seit fünf Jahren: Gewinn bei Ryanair sinkt

In der Erklärung sagte Ryanair auch, es habe aufgrund der Streiks nur "sehr wenig" Arbeitsunterbrechungen gegeben. Die meisten Flugunterbrechungen seien auf Streiks in der Flugsicherung und auf Personalmangel zurückzuführen. Dabei handele es sich um ein Problem, das bei Fluggesellschaften der Europäischen Union häufig vorkomme.

Von: br mit Material von dpa-AFX
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