Ryanair könnte Lauda Motion komplett übernehmen

27.04.2018 - 13:59 0 Kommentare

In drei Jahren kann Niki Lauda bei Lauda Motion aussteigen und seine restlichen Anteile verkaufen. Darauf habe er sich mit Ryanair-Chef O'Leary geeinigt, sagt der Airline-Chef jetzt in einem Interview.

Niki Lauda und Ryanair-Chef Michael O'Leary. - © © Lauda Motion -

Niki Lauda und Ryanair-Chef Michael O'Leary. © Lauda Motion

Ryanair könnte Lauda Motion in drei Jahren komplett übernehmen. Das geht aus einem Interview hervor, dass Niki Lauda dem österreichischen Portal "Austrian Aviation" gegeben hat. Demnach kann Lauda 2021 seinen dann wahrscheinlich noch 25-prozentigen Anteil an dem im März gestarteten Ferienflieger verkaufen. Darauf habe er sich mit Michael O' Leary geeinigt. Über den Kaufpreis wolle man dann entscheiden.

Ich habe mich drei Jahre verpflichten müssen, Lauda Motion weiterzuführen. Das war O’Learys Forderung.

Niki Lauda, Lauda-Motion-Chef

Mitte März war bekannt geworden, dass Ryanair insgesamt 75 Prozent von Lauda Motion übernehmen wird. In einem ersten Schritt erwarben die Iren 25 Prozent an der österreichischen Airline. Ryanair kostet der Deal knapp 100 Millionen Euro: Die eine Hälfte fließt als Kaufpreis an Lauda, die andere Hälfte als Starthilfe für Lauda Motion. Die Aufstockung um weitere 50 Prozent sei bereits bei der EU-Kommission in Brüssel beantragt, sagte Lauda.

Gleichzeitig betonte Lauda, dass O’Leary bei Lauda Motion eingestiegen sei, weil er in Wien mit einem anderen Produkt auftreten wolle, als er es mit Ryanair könne.

Lauda Motion bekommt zehn Jets von Ryanair

Lauda Motion wird ab 1. Juni 21 Flugzeuge betreiben. Wie Lauda jetzt erklärt, werden zehn Maschinen von dem Partner Ryanair zur Verfügung gestellt. Bislang war nur die Rede von acht Maschinen, die der Billigflieger im Wet-Lease für Lauda Motion betreiben werde, davon zwei in der Schweiz.

Die Ryanair-Maschinen seien erforderlich geworden, da Lauda von der Lufthansa statt ursprünglich geplanten 21 Flugzeugen nur elf erhalten habe, so Lauda. Und um die deutschen Slots nutzen zu können, habe er schnell zehn zusätzliche Maschinen beschaffen müssen. In diesem Zusammenhang habe es auch mit Easyjet Gespräche gegeben, aber mit Ryanair sei er sich schneller einig geworden.

Ex-Eurowings-Maschinen kommen nach Wien

Die vier derzeit im Wet-Lease für Eurowings eingesetzten Lauda-Motion-Maschinen will Niki Lauda ab 1. Juni in Wien stationieren. Ende vergangener Woche war bekannt geworden, dass die beiden Airlines ihren Wet-Lease-Vertrag nicht verlängern werden. Ab Juni will Lauda Motion dann mit den 21 Fliegern rund 60 Routen anbieten.

© dpa, Helmut Fohringer Lesen Sie auch: Eurowings beendet Wet-Lease mit Lauda Motion

Von: br
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