Ryanair verzeichnet Gewinnsprung und erhöht langfristige Passagierprognose

07.11.2016 - 11:00 0 Kommentare

Quartals-Bilanz bei Ryanair: Europas größter Billigflieger hat einen Gewinnsprung verzeichnen können. Aufgrund des guten Ergebnisses plant der irische Low-Cost-Carrier einen Aktienrückkauf von bis zu einer halbe Milliarden Euro.

Ryanair-Chef Michael O'Leary  - © © dpa - EPA/Hannah Mckay

Ryanair-Chef Michael O'Leary © dpa /EPA/Hannah Mckay

Die Fluggesellschaft Ryanair hat in ihrem zweiten Geschäftsquartal dank eines Rekords bei den Passagieren einen Gewinnsprung verbucht. Der Überschuss wuchs im Zeitraum Juli bis September um acht Prozent auf 912 Millionen Euro, wie Europas größter Billigflieger jetzt mitteilte. Analysten hatten mit weniger gerechnet. Ryanair plant nun einen Aktienrückkauf von bis zu 550 Millionen Euro.

Zudem soll die Zahl der Passagiere stärker zunehmen als bisher erwartet. Ryanair rechnet nun mit mehr als 200 Millionen Passagieren jährlich bis zum Jahr 2024. Zuvor war die Billigfluglinie von 180 Millionen Passagiere pro Jahr ausgegangen. In der vergangenen Woche hatte Ryanair Pläne vorgestellt, im März am Lufthansa-Drehkreuz in Frankfurt eine Basis eröffnen zu wollen.

Das Unternehmen habe mit seinem Gewinnanstieg im ersten Halbjahr eine "unglaubliche Entwicklung" trotz der schwierigen Marktbedingungen wie Flughafenstreiks, Terrorismus und Brexit-Entscheidung in Großbritannien hingelegt, sagte Unternehmenschef Michael O'Leary. Die Fluggesellschaft hatte Mitte Oktober wegen des Absturzes beim britischen Pfund nach dem Brexit-Votum ihre Gewinnprognose für das Gesamtjahr senken müssen.

© dpa, Bernd Settnik Lesen Sie auch: Ryanair senkt wegen Pfund-Schwäche Gewinnprognose deutlich

Für das kommende Jahr rechnet der Ryanair-Chef in Großbritannien nur mit einem Wachstum von fünf Prozent. Die britische Regierung habe wegen des Brexits keine Idee, was sie tun soll, sagte er dem Fernsehsender Bloomberg.

Von: ch, dpa-AFX
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Flugzeuge von Air Berlin und Lufthansa in Düsseldorf. Mit dem Lufthansa-Monopol droht ein Passagierrückgang

    Apropos (20) Wie entwickelt sich der innerdeutsche Luftverkehr nach der Air-Berlin-Aufteilung? Verkehrsexperte Manfred Kuhne untersucht zwei Szenarien. Die Folgen auf die Passagierzahlen könnten unterschiedlicher nicht sein.

    Vom 27.09.2017
  • Absperrband der Alitalia am Flughafen in Mailand Alitalia verlängert Bieterfrist

    Eigentlich sollte Anfang Oktober Schluss sein: Alitalia fordert verbindliche Kaufangebote. Um Bietern entgegenzukommen hat die Pleite-Airline die Frist nun verlängert. Laut Medien sind zehn Interessenten im Rennen.

    Vom 25.09.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus