Ryanair fliegt Flughafen Stuttgart an

17.12.2014 - 10:08 0 Kommentare

Der Flughafen Stuttgart greift sich die nächste Billig-Fluglinie binnen kurzer Zeit. Mit Ryanair baut der Landesflughafen sein Angebot weiter aus. Dem Airport bleibt kaum eine andere Wahl.

Boeing 737-800 der Ryanair im Landeanflug - © © dpa - Patrick Pleul

Boeing 737-800 der Ryanair im Landeanflug © dpa /Patrick Pleul

Der Flughafen Stuttgart hat eine weitere Billig-Airline gewonnen. Von April an fliege die irische Fluggesellschaft Ryanair sechs Mal wöchentlich von Stuttgart nach Manchester, teilte die Airline in Stuttgart mit.

Flughafenchef Georg Fundel hatte erst jüngst angekündigt, dass der Flughafen auf einen breiten Mix aus Airlines setzen wolle, um das Spardiktat der Fluggesellschaften abzufedern. "Wir versuchen, jede Airline mit ihren Stärken auf den Hof zu holen", sagte er. So sollen die zuletzt stagnierenden Passagierzahlen ausgeglichen werden. Erst vor wenigen Wochen hatte der Flughafen angekündigt, dass Easyjet - ebenfalls von April an - in Stuttgart startet.

© dpa, Daniel Maurer Lesen Sie auch: Flughafen Stuttgart will von neuen Airlines und Routen profitieren

Über den Start von Ryanair in Stuttgart war bereits spekuliert worden. "An Verbindungen von und nach Stuttgart ist Ryanair schon seit längerem interessiert", sagte Fundel. Er wertete den Einstieg als Zeichen, dass die Region ein attraktiver Markt für Fluggesellschaften ist.

Noch bilden für Ryanair Regionalflughäfen wie Weeze bei Düsseldorf und Hahn im Hunsrück die Schwerpunkte im deutschen Flugplan. Die Iren haben aber in diesem Jahr begonnen, größere deutsche Verkehrsflughäfen anzufliegen und starten inzwischen beispielsweise in Hamburg und nicht mehr in Lübeck.

"Wir kommen in alle eure größeren Flughäfen außer Frankfurt", hatte Ryanair-Marketingchef Kenny Jacobs in der "Wirtschaftswoche" angekündigt - und namentlich den Münchner Flughafen genannt. Für Ryanair dürfte es allerdings nicht leicht werden, auch Flüge von München aus anzubieten. "Wir haben Ryanair gesagt, dass es nur sehr wenige Slots, also Zeitfenster für Start und Landung, gibt", sagte der Münchner Flughafen-Sprecher Peter Prümm.

© dpa, Thomas Frey Lesen Sie auch: Mehr Geschäftsreisende für Ryanair: Billigairline will nach München

Von: dpa
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