Ryanair-Expansionspläne wirken sich auf Hahn und Bremen aus

25.02.2016 - 10:59 0 Kommentare

Um an großen deutschen Flughäfen weiter zu wachsen, zieht Ryanair je eine Maschine von den Flughäfen Hahn und Bremen ab. Vor allem in Berlin will der Billigflieger stark expandieren.

Eine Boeing 737 der irischen Airline Ryanair steht am Flughafen Hahn. - © © Flughafen Frankfurt-Hahn - Michael Reuter

Eine Boeing 737 der irischen Airline Ryanair steht am Flughafen Hahn. © Flughafen Frankfurt-Hahn /Michael Reuter

Die irische Fluggesellschaft Ryanair zieht trotz ihres Expansionskurses eine ihrer Maschinen vom kriselnden Flughafen Frankfurt-Hahn ab. Eine entsprechende Mitteilung der Pilotenvertretung Vereinigung Cockpit (VC) bestätigte jetzt die Airline. Auch am Flughafen Bremen werde man eine Maschine abziehen, um die Realisierung der Wachstumspläne mit 14 zusätzlichen Flugzeugen an anderen deutschen Flughäfen zu ermöglichen.

Am stärksten wird in Berlin expandiert, wo neun neue Flugzeuge dazukommen, außerdem in Köln, Hamburg und Nürnberg. Von aktuell rund fünf auf 20 Prozent will der Billigflieger Ryanair seinen Marktanteil hierzulande in den nächsten fünf Jahren ausbauen.

© AirTeamImages.com, Bill Blanchard Lesen Sie auch: Ryanair baut Basen in Deutschland weiter aus

Die VC hatte in einer Mitteilung die Art und Weise des Vorgehens von Ryanair kritisiert. So sei den betroffenen Piloten weder mitgeteilt worden, wo sich ihre neuen Basen befinden werden, noch nach welchen Kriterien entschieden werden soll, wer von der Umstationierung betroffen sein wird. Zudem gibt es laut VC keinen Hinweis darauf, dass Ryanair irgendeine Form der Kompensation für die Piloten und ihre Familien plant.

Größter Kunde am Flughafen Hahn

Nach Angaben des Flughafens Frankfurt-Hahn waren bislang sechs Ryanair-Flugzeuge am Hahn stationiert. 2013 waren es noch neun Flieger. Die Airline hebt vom Hunsrück seit 1999 ab. Ryanair hat ihr Angebot am Hahn im Sommer im Vergleich zu 2015 von 44 auf 40 Strecken gekürzt. Die Airline ist unangefochten größter Kunde am Hahn und hat angekündigt, in Deutschland weiter wachsen zu wollen.

Der Flughafen Frankfurt-Hahn steht zum Verkauf, Interesse gibt es aus China. 2016 wird ein Defizit von fast 16 Millionen Euro erwartet.

Von: gk, dpa
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