Ryanair fordert Entzug des Streikrechts von Fluglotsen

26.01.2016 - 11:01 0 Kommentare

In einer Online-Petition fordert Ryanair das Verbot von bezugsweise Maßnahmen gegen Fluglotsenstreiks in Europa. Grund ist der aktuelle Ausstand französischer Fluglotsen.

Fluglotsen - © airTeamImages.com -

Fluglotsen airTeamImages.com

Rynair fordert von der EU-Kommission, den Fluglotsen-Gewerkschaften das Recht auf Streiks zu entziehen. Sollte das nicht umsetzbar sein, müssten zumindest anderen europäischen Flugsicherungen erlaubt werden, während eines Fluglotsenstreiks Flüge über französischem Luftraum zu regeln, wie die irische Billigfluggesellschaft jetzt mitteilte. Hintergrund sind Arbeitsniederlegungen der französischen Fluglotsen, die am Dienstag zum 40. Mal seit 2009 zum Streik aufgerufen sind.

Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, hat Rynair mit "Keep Europe’s Skies Open" eine Online-Petition gestartet. Sobald diese eine Million Unterschriften erhalten hat, soll sie in Brüssel der EU-Kommission und dem EU-Parlament präsentiert werden.

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) wollte sich auf Nachfrage von airliners.de nicht zur Thematik äußern. In der Vergangenheit hatte sich BDL-Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow allerdings bei drohenden Streiks für Ankündigungsfristen und eine vorgeschaltete Schlichtung ausgesprochen.

Auch die deutsche Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) hält sich zurück. Die GdF beteilige sich nicht mit irgendwelchen Stellungnahme bezüglich gehaltsloser Publicity von Ryanair-Chef Michael O'Leary, die helfen, sein Unternehmen medienwirksam in der Öffentlichkeit zu platzieren, hieß es lediglich.

Von: gk
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