Ryanair sieht sich durch Brexit-Votum schwer getroffen

31.08.2016 - 17:12 0 Kommentare

Das britische Votum für einen EU-Austritt macht Ryanair zu schaffen. Die Fluggesellschaft erwartet durch den Brexit einen deutlichen Einbruch des Wachstums, so Airline-Chef Michael O'Leary.

Ryanair-Chef Michael O'Leary  - © © dpa - EPA/Hannah Mckay

Ryanair-Chef Michael O'Leary © dpa /EPA/Hannah Mckay

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair sieht ihre Wachstumsaussichten durch das Brexit-Votum schwer beeinträchtigt. Während im laufenden Geschäftsjahr ein Wachstum von 15 Prozent in Großbritannien erwartet werde, sei im nächsten Geschäftsjahr, das im April beginnt, nur noch mit sechs Prozent zu rechnen, sagte Unternehmenschef Michael O'Leary am Mittwoch in London. Ohne Brexit-Votum würde es weiterhin zweistellige Wachstumsraten geben, betonte O'Leary auf einer Pressekonferenz.

Nach dem Referendum Ende Juni, bei dem sich eine knappe Mehrheit der Briten für den Austritt ihres Landes aus der EU ausgesprochen hatte, seien die Buchungszahlen zurückgegangen, sagte der Airline-Chef. Deshalb habe Ryanair die Preise gesenkt. Der bevorstehende Ausstieg der Briten aus der EU könnte das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr zu einer Senkung seiner Gewinnprognose zwingen, hatte O'Leary bereits Ende Juli gesagt.

O'Leary kündigte nun an, sein Unternehmen werde so lange keine zusätzlichen Flugzeuge in Großbritannien stationieren, bis es mehr Klarheit über die Folgen des Brexit-Votums gebe. Der Ire hatte vehement für einen Verbleib Großbritanniens in der EU geworben.

© dpa, Andy Rain Lesen Sie auch: Brexit-Folgen für den Luftverkehr

O'Leary forderte die britische Premierministerin Theresa May auf, die Londoner Flughäfen kräftig auszubauen. Die britische Regierung überlegt derzeit, ob am Flughafen Heathrow oder am Flughafen Gatwick eine neue Landebahn gebaut werden soll. O'Leary forderte, beides zu tun - und auch den Flughafen Stansted, den Ryanair am stärksten nutzt, um noch eine Landebahn zu erweitern.

Von: gk, AFP
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Passagiere verlassen eine Maschine von Ryanair. Billigflieger Ryanair sorgt für harten Brexit vor

    Für den Fall eines unkontrollierten Brexits gründen die Iren die neue Tochter Ryanair UK und beantragen eine Betriebslizenz in Großbritannien. Es geht um mehrere innenbritische Strecken - und um einen der wichtigsten Märkte.

    Vom 03.01.2018
  • Ulla Reisch und Lucas Flöther (Fotos: ulsr.at, insolvenzverwaltung.floether-wissing.de) Niki-Abwickler stehen in engem Austausch

    Für Niki gibt es aktuell zwei Insolvenzverwalter: den (vorläufigen) in Deutschland, Lucas Flöther, und Ulla Reisch in Österreich. Zwar ist das Bieterrennen neu eröffnet, doch beide sind um den Vueling-Deal bemüht.

    Vom 17.01.2018
  • Eine Maschine der Ryanair am Flughafen Bremen. Neue Handgepäckregularien bei Ryanair

    Seit Montag (15. Januar) müssen Ryanair-Passagiere, die kein "Priority Boarding" gebucht haben, ihr größeres Handgepäckstück am Gate abgeben. Es wird kostenlos im Frachttraum transportiert, wie aus einer Pressenotiz der Airline hervorgeht. Gleichzeitig senkt der Billigflieger den Preis für aufgegebenes Gepäck.

    Vom 15.01.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus