Branchenagenda

Ryanair-Abstimmung und A380-Zukunft

25.06.2018 - 07:14 0 Kommentare

Die deutschen Piloten drohen Ryanair mit Streiks - zu Wochenbeginn könnte dafür der Weg geebnet werden. Außerdem wird über die Zukunft der ersten beiden fliegenden A380-Maschinen entschieden. Unsere Terminvorschau.

Boeing 737 von Ryanair. - © © AirTeamImages.com - Serge Bailleul

Boeing 737 von Ryanair. © AirTeamImages.com /Serge Bailleul

Der Vorstand der Vereinigung Cockpit (VC) berät am Montag (25. Juni) und Dienstag (26. Juni) in Frankfurt über eine Streik-Urabstimmung bei Ryanair. Überraschend hatte die Pilotengewerkschaft in der vergangenen Woche die Tarifverhandlungen mit dem Billigflieger abgebrochen. Dennoch will man am Mittwoch mit dem Airline-Management sondieren. VC-Präsident Martin Locher begründete den Verhandlungsabbruch im airliners.de-Interview unter anderem mit "fehlender Kompromissbereitschaft:

© dpa, Niall Carson/PA Lesen Sie auch: "Streiks bei Ryanair sind nicht unser Ziel" Interview mit VC-Präsident Martin Locher

Das House of Commons, das Unterhaus des britischen Parlaments, stimmt am Montag über die Ausbaupläne am Flughafen London-Heathrow ab. Das Kabinett von Theresa May hatte sich bereits Anfang Juni für den Bau einer dritten Piste ausgesprochen. Es wäre das erste Mal seit 70 Jahren, dass in Großbritannien eine neue Bahn in einer Länge gebaut würde, die allen Flugzeugtypen Starts und Landungen erlauben würde. Das Vorhaben wird seit Jahrzehnten kontrovers diskutiert.

Für ein Branchengespräch zum Thema Luftfracht will der BDL (Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft) am Donnerstag (28. Juni) führende Logistik-Vertreter mit unter anderem Politikern zusammenbringen. In Berlin sollen aktuelle Trends und Herausforderungen der Branche besprochen werden. Unter anderem werden Lufthansa-Cargo-Chef Peter Gerber, Anke Giesen von Fraport und Günter Wachsmann (BMW) Vorträge "entlang der Logistikkette" halten. Abschließend gibt es eine Podiumsdiskusssion unter anderem mit Barig-Chef Michael Hoppe, Colette Hercher aus dem Bundesfinanzministerium und Jörg Mendel vom Luftfahrt-Bundesamt.

Ebenfalls am Donnerstag werden die Aktionäre der Dr.-Peters-Leasingfonds Nr. 129 und 130 bei einer Gesellschafterversammlung über die Zukunft der ersten beiden fliegenden A380-Maschinen abstimmen. Die Dr. Peters Group schlägt eine Nutzung als Ersatzteillager vor, um denen in die an Singapure Airlines vermieteten Flugzeuge Investoren eine höhere Rückzahlung zu sichern.

© AirTeamImages.com, Andrew Hunt Lesen Sie auch: "Das Kerngeschäft einer Airline ist es nicht, Flugzeuge zu besitzen" Interview mit Dr.-Peters-Chef Anselm Gehling

Noch einmal Ryanair: Denn auch in der Kabine droht dem Billigflieger Ungemach. Flugbegleitergewerkschaften aus Belgien, Italien, Portugal und Spanien haben Streiks angedroht, sollte das Airline-Management nicht bis Samstag (30. Juni) auf ihre Forderungen eingehen. Sie fordern unter anderem, dass nicht mehr alle Angestellten nach irischem Recht beschäftigt werden. Es wären für Ryanair die ersten Streiks von Flugbegleitern - im vergangenen Jahr hatten zum ersten Mal Piloten beim Billigflieger die Arbeit niedergelegt.

Ebenfalls einer Airline eine Frist bis Ende Juni gesetzt, haben deutsche Reisebüros: Vergangene Woche verschickten mehr als 130 Büros Protestbriefe an das Management von Eurowings, in denen sie sich über die seit Monaten häufenden Änderungen von gebuchten Flügen beschwerten. "Wir sind nicht mehr bereit, den Unmut unserer Kunden über gehäufte Flugzeiten- und Flughafenänderungen allein und auf unsere Kosten zu tragen", heißt es in den Schreiben. Die Reisebüros forderten ultimative eine finanzielle Entschädigung und drohten mit einem Verkaufsboykott.

© Eurowings, Lesen Sie auch: Reisebüros protestieren gegen Eurowings-Ausfälle

Von: airliners.de
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