Ergebnisse frühestens im Oktober

Rürup soll Tarifstreit bei Lufthansa schlichten

13.09.2012 - 17:38 0 Kommentare

Im laufenden Tarifkonflikt zwischen der Lufthansa und der Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO haben sich beide Seiten auf den Wirtschaftswissenschaftler Bert Rürup als Schlichter geeinigt.

Bert Rürup, aufgenommen am 21.04.2009 auf einer Pressekonferenz in Berlin - © © dpa - Tim Brakemeier

Bert Rürup, aufgenommen am 21.04.2009 auf einer Pressekonferenz in Berlin © dpa /Tim Brakemeier

Der Wirtschaftswissenschaftler Bert Rürup soll den festgefahrenen Tarifkonflikt zwischen der Lufthansa und ihren Flugbegleitern schlichten. Auf die Berufung des 68 Jahre alten Unternehmensberaters und Rentenexperten einigten sich das Unternehmen und die Kabinengewerkschaft Ufo am Donnerstag. Lufthansa habe Rürup vorgeschlagen, berichtete Gewerkschaftschef Nicoley Baublies.

Der frühere «Rentenpapst» ist als Berater in Frankfurt ansässig. Seine Gesellschaft hat der Sozialdemokrat gemeinsam mit dem früheren Chef des Finanzvertriebs AWD, Carsten Maschmeyer, gegründet.

In der Schlichtung geht es um Fragen aus dem Entgelt-Tarifvertrag für rund 18.000 Flugbegleiter der Lufthansa Passage. Die Gewerkschaft hatte in einem Streik in drei Wellen weit über 1.000 Flüge der Lufthansa ausfallen lassen. Ufo verlangt fünf Prozent mehr Geld, während Lufthansa bei einer längeren Laufzeit 3,5 Prozent angeboten hat und die Gehaltsstufen abflachen will. Laut Schlichtungsvereinbarung wollen beide Seiten bis Ende Oktober zu einem Ergebnis kommen. Bis dahin darf nicht gestreikt werden.

Parallel laufen auch Verhandlungen über weitere Fragen der tariflichen Zukunft bei der Fluggesellschaft. Dabei geht es unter anderem um Leiharbeit und die Gründung einer Lufthansa-internen Billigfluggesellschaft, bei der niedrigere Tarife für die Flugbegleiter gelten sollen.

Rürup kündigte schnelle Gespräche zum gegenseitigen Kennenlernen an. Er werde einen Zeitplan erarbeiten, nachdem ihn die Tarifpartner mit Material versorgt haben. Er habe sich vorgenommen, möglichst viele der aufgeworfenen Probleme zu lösen, sagte Rürup der Nachrichtenagentur dpa. «Das ist eine sehr komplexe Materie. Das wird nicht von heute auf morgen gehen.» Er rechne frühestens Ende Oktober mit Ergebnissen.

Von: dpa
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