Rostocker Flughafen geht Partnerschaft mit weiterer Reederei ein

26.01.2016 - 15:07 0 Kommentare

Nach jahrelanger Stagnation befindet sich der Flughafen Rostock-Laage im Aufwind. In diesem Jahr wird Dank der Zusammenarbeit mit Kreuzfahrtunternehmen ein deutliches Wachstum bei den Passagierzahlen erwartet.

Geschäftsführer des Flughafens Rostock-Laage, Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling, Jorge Vilches (Präsident und CEO von Grupo Pullmantur),  Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Christian Pegel und Jens A. Scharner, Geschäftsführer der Hafenentwicklungsgesellschaft Rostock (von links). - © © Flughafen Rostock-Laage - Angelika Heim

Geschäftsführer des Flughafens Rostock-Laage, Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling, Jorge Vilches (Präsident und CEO von Grupo Pullmantur), Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Christian Pegel und Jens A. Scharner, Geschäftsführer der Hafenentwicklungsgesellschaft Rostock (von links). © Flughafen Rostock-Laage /Angelika Heim

Nach der 2015 begonnenen Kooperation mit dem italienischen Kreuzfahrtunternehmen Costa Crociere hat der Flughafen Rostock-Laage mit der Reederei Pullmantur Cruises einen zweiten Partner für dieses Geschäftsmodell gefunden. Zwischen Mitte Juni und Mitte September werden rund 33.000 Passagiere der spanischen Reederei in Laage abgefertigt, sagte der Präsident von Pullmantur, Jorge Vilches, am Dienstag in Rostock. Erstmals kommt dabei am Flughafen auch eine Boeing 747 im Regelverkehr zum Einsatz.

Jeweils samstags im zweiwöchigen Rhythmus werden pro Schiffsanlauf rund 4700 Passagiere zwischen Flughafen und dem Rostocker Seehafen befördert. Die Passagiere kommen aus Madrid und Barcelona. Vilches kündigte für 2017 eine Steigerung auf 40.000 Passagiere an.

Wie Hafen-Geschäftsführer Jens Scharner sagte, nutze mit Pullmantur erstmals eine Reederei den Überseehafen für Anläufe mit Passagierwechsel. Der Seehafen biete gegenüber dem Kreuzfahrthafen Warnemünde große logistische Vorteile. Die Verbindung der Shuttlebusse zwischen Laage und Seehafen sei wesentlich schneller, auch sei die Versorgung der Schiffe etwa mit Lebensmittel oder die Entsorgung einfacher zu handhaben.

Jumbojet-Abfertigung ist große Herausforderung

"Wir werden zum ersten Mal eine 747 abzufertigen haben", sagte Flughafen-Geschäftsführer Rainer Schwarz. Das sei angesichts der vorhandenen Infrastruktur eine große Aufgabe. "Die ganze Mannschaft fiebert dem schon entgegen." Ein bisschen üben konnte der Flughafen schon, als zum G8-Gipfel 2007 der damalige US-Präsident George W. Bush mit der Air Force One, ebenfalls ein Jumbojet, nach Laage gekommen war. Die Abfertigung von knapp 5000 Passagieren sei da jedoch eine ganz andere Dimension, sagte Schwarz.

Erst im November hatte der Flughafen den Ausbau der Kooperation mit Costa Crociere bekanntgegeben. Statt bislang von vier werde Laage in diesem Sommer von acht südeuropäischen Flughäfen aus angeflogen. Damit wachse die Zahl der abgefertigten Kreuzfahrtgäste von rund 18.500 im vergangenen Jahr auf 30.000.

© dpa, Jens Büttner Lesen Sie auch: Rostock-Laage setzt auf Passagiere aus den Alpenländern

Nach drei Jahren mit einer negativen Entwicklung hatte der Flughafen Rostock-Laage 2015 die Zahl der Passagiere um zwölf Prozent auf knapp 191.000 steigern können. Als Träger des Wachstums hatte Schwarz die Zusammenarbeit mit Costa Crociere bezeichnet. Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) vertrat angesichts der abzusehenden weiteren Steigerung der Passagierzahlen die Hoffnung, dass der Flughafen langfristig stabil arbeiten kann. Über den Flughafen sollten keine weiteren Schattendebatten geführt werden.

Von: gk, dpa
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