Terminalgeb © Rostock Airport
Der Flughafen Rostock-Laage hat offenbar größere wirtschaftliche Probleme als bislang bekannt. Wie die «Schweriner Volkszeitung» und NDR 1 Radio MV am Samstag berichteten, fehlen nach Angaben des Chef des Flughafenaufsichtsrats, Matthias Herrmann, bis zum Jahr 2015 rund 1,8 Millionen Euro. Die drei Gesellschafter des Flughafens - die Stadt, der Landkreis Rostock sowie die Stadt Laage - könnten dieses Geld nicht aufbringen. Das Land müsse sich finanziell mehr engagieren. Die Landesregierung schießt bereits jährlich eine halbe Million Euro zu.
Das Geschäft mit Linienflügen entwickle sich nicht so gut wie bisher und das Frachtgeschäft bleibe gering, begründete Herrmann. Der Flughafen sei wie alle Regionalflughäfen dieser Größe ein Zuschussgeschäft. Trotzdem spreche alles für sein Weiterbestehen. Herrmann bezifferte die Wertschöpfung auf 26 Millionen Euro.
Am Montagnachmittag erteilte Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Volker Schlotmann (SPD) dem Ansinnen eine Absage. Es habe ausführliche Gespräche mit den Betreibern des Flughafens gegeben, sagte Schlotmann (SPD) auf dpa-Anfrage. Auch in Anbetracht der finanziellen Situation des Landes habe man sich auf einen Betriebskostenzuschuss von 500 000 Euro pro Jahr im laufenden Doppelhaushalt verständigt. «Dieser Haushalt ist beschlossen und Handlungsgrundlage der Landesregierung.»
Vergangene Woche war bekanntgeworden, dass der Geschäftsführer der Fluggesellschaft Easyjet Deutschland, Carsten Herget, vom 1. November an neuer Geschäftsführer des Flughafens wird. Der 42-Jährige folgt Maria Anna Muller, die Ende Juni nach fünfjähriger Tätigkeit ihren Posten aufgeben hatte, um die Leitung des nordhessischen Flughafens Kassel-Calden zu übernehmen. Auch Muller hatte im Juni mehr Engagement vom Land Mecklenburg-Vorpommern für Rostock-Laage gefordert
Anfang September schließt der Flughafen Rostock für zehn Tage, um den Belag der Start- und Landebahn zu erneuern. Während einige Airlines nach Lübeck ausweichen, stellen andere Fluggesellschaften ihre Liniendienste in dieser Zeit komplett ein.
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