Rostock erwartet schnellen Ersatz für München-Flüge

06.03.2019 - 16:52 0 Kommentare

Der Flughafen Rostock kann nach den Pleiten von Germania und Fly BMI die Lücken füllen. Für die innerdeutsche Hubanbindung nach München ist man derzeit mit drei Airlines in Gesprächen.

Flugzeuge am Airport Rostock-Laage. - © © Flughafen Rostock-Laage -

Flugzeuge am Airport Rostock-Laage. © Flughafen Rostock-Laage

Der Flughafen Rostock-Laage ist nach den Insolvenzen der Airlines Germania und Fly BMI nach Einschätzung von Geschäftsführerin Dörthe Hausmann wieder auf gutem Weg. "Wir haben mit Antalya, Palma de Mallorca und Hurghada 50 Prozent der Kapazitäten der bisherigen Sommerflüge ersetzt", sagte Hausmann am Mittwoch am Rande der Internationalen Tourismusbörse ITB in Berlin.

Darüber hinaus stehe sie in guten Gesprächen mit drei Fluggesellschaften über die Wiederaufnahme der für die lokale Wirtschaft wichtigen München-Flüge. Die Verbindung zum Lufthansa-Drehkreuz war zuvor zwei Mal täglich von der britischen Gesellschaft Fly BMI bedient worden. "Ich glaube, die können wir in diesem Jahr noch ersetzen", sagte Hausmann.

Zudem werde künftig die österreichische Fluggesellschaft Level, die mit in das Kreuzfahrtgeschäft eingebunden ist, freitags auf der Strecke zwischen Wien und Rostock-Laage fliegen. 60 Plätze stünden dann zur Verfügung.

Ende der Kurzarbeit Ende Mai

Hausmann rechnete damit, dass mit der Aufnahme des saisonalen Kreuzfahrtgeschäfts Ende Mai die Mitarbeiter, die aktuell in der Kurzarbeit sind, wieder arbeiten können. Mit der Kurzarbeit sei gegen die auftretenden Verluste gegengesteuert worden. "Aber es wird natürlich kein ausgeglichenes Ergebnis dieses Jahr", betonte die Flughafen-Chefin. Bislang erhielt der Flughafen von den drei Gesellschaftern und dem Land jährlich 2,8 Millionen Euro.

© dpa, Bern Wüstneck Lesen Sie auch: Mecklenburg-Vorpommern diskutiert Landesbeteiligung am Flughafen Rostock

Das Land hilft dem angeschlagenen Flughafen derweil mit zusätzlichen 1,4 Millionen Euro. Das Darlehen sei zur Deckung des akuten Finanzbedarfs gedacht, der durch die Pleiten der Airlines Germania und Fly BMI entstanden ist, teilte das Infrastrukturministerium am Mittwoch in Schwerin mit. Dies erfordere mehr Unterstützung von allen Beteiligten, sagte die Staatssekretärin des Verkehrsministeriums, Ina-Maria Ulbrich.

Bedingung für den Kredit zu marktüblichen Konditionen sei jedoch, dass die restlichen Gesellschafter des Flughafens - die Hansestadt und der Landkreis Rostock sowie die Stadt Laage - ihre Zuschüsse von jährlich 1,8 Millionen Euro auch in den kommenden Jahren erbringen, hieß es. Auch den Eigenanteil für nötige Investitionen sollen sie bezahlen. Insgesamt erhielt der Flughafen von den drei Gesellschaftern und dem Land bislang jährlich 2,8 Millionen Euro.

Von: dpa, dh
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