Rolls-Royce startet Zentrum für künstliche Intelligenz

23.11.2018 - 09:52 0 Kommentare

Der Triebwerkshersteller Rolls Royce eröffnet in Dahlewitz bei Berlin ein Zentrum für künstliche Intelligenz. Die neue Einrichtung soll die großen Datenströme aus den Triebwerken besser für die Wartung nutzbar machen.

Ein Mitarbeiter Axel Gerstenberger von Rolls-Royce Deutschland steht in Dahlewitz (Brandenburg) vor einer speziellen 3D-Videoprojektion eines Flugzeugtriebwerkes.  - © © dpa - Patrick Pleul

Ein Mitarbeiter Axel Gerstenberger von Rolls-Royce Deutschland steht in Dahlewitz (Brandenburg) vor einer speziellen 3D-Videoprojektion eines Flugzeugtriebwerkes. © dpa /Patrick Pleul

Rolls Royce wird im Januar kommenden Jahres in Dahlewitz bei Berlin ein Zentrum für künstliche Intelligenz (KI) eröffnen. Das gab der Triebwerkshersteller jetzt am Rande einer Werksführung bekannt.

Zunächst ist geplant, die neue Einrichtung mit einer einstelligen Anzahl mit Mitarbeitern zu betreiben und perspektivisch wachsen. Zudem soll eine bereits laufende Kooperation von Rolls Royce mit dem nahegelegenen Hasso-Plattner-Institut in Potsdam auf den KI-Hub angewandt werden.

Der „KI-Hub“ ist den Angaben nach als Schnittstelle zwischen unterschiedlichen Unternehmensteilen konzeptioniert und soll auch neue Geschäftsfelder erschließen. In Dahlewitz werden bereits mehrere IT-Forschungsprojekte in der Fertigung durchgeführt.

Der Standort habe den Vorteil, ein direkter Teil der Triebwerksfertigung zu sein, so Rolls Royce. So werden vor Ort etwa die neuen Pearl-15-Triebwerke für Geschäftsflugzeuge sowie ein Teil der Trent-XWB-Triebwerke für den Airbus A350-900 endmontiert und getestet.

Datenanalysen sollen bei Wartung helfen

Das KI-Zentrum ist laut Rolls Royce auch Teil des eigenen „Intelligent-Engine“-Konzepts. Die Triebwerke sammeln mit jeder Generation über Sensoren mehr und mehr Daten, die ausgewertet werden wollen. Ziel ist, die generelle Verfügbarkeit der Triebwerke zu verbessern.

Eine der Aufgaben des neuen KI-Zentrums wird es sein, die hohen Datenmengen, die bei Rolls-Royce anfallen, auszuwerten und nutzbar zu machen. Laut Unternehmen sammeln die Triebwerke derzeit pro Jahr rund 30 Terrabyte an Daten.

Machine-Learning-Techniken sollen etwa bei der Verbesserung der vorausschauende Wartung helfen. Eine künstliche Intelligenz könnte dann beispielsweise einen zukünftig notwendig werdenden Austausch eines Triebwerksteils vorzeitig erkennen.

Von: as
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