Rolle rückwärts: Ryanair senkt Gebühren für Gepäck und Bordkarte

25.10.2013 - 14:24 0 Kommentare

Mit hohen Gepäckgebühren hat Ryanair so manchen Passagier verärgert, jetzt rudert die irische Fluggesellschaft zurück. Mit einer "Service-Offensive" will die Airline auch in anderen Punkten nachbessern.

Ryanair-Chef Michael O'Leary posiert mit einem Modellflugzeug am Flughafen Leipzig/Halle.

Ryanair-Chef Michael O'Leary posiert mit einem Modellflugzeug am Flughafen Leipzig/Halle.
© dpa - Jan Woitas

Passagiere gehen an Bord einer Ryanair-Maschine.

Passagiere gehen an Bord einer Ryanair-Maschine.
dpa - Markus Scholz

Ab dem 5. Januar wird Ryanair die Gebühr für die Gepäckaufgabe am Flughafen von 60 auf 30 Euro senken. Am Boarding Gate beträgt die Gebühr statt 60 nur noch 50 Euro, wie die irische Low Cost-Airline weiter mitteilte. Erst vor knapp zwei Jahren hatte die Airline die Gepäckgebühren noch kräftig erhöht.

Damals war auch die Gebühr für die Neuausstellung der Bordkarte angehoben worden. Auch in diesem Fall folgt nun die Rolle rückwärts: Ab dem 1. Dezember wird Ryanair die Gebühr für die Neuausstellung der Bordkarte für Kunden, die online eingecheckt haben, von 70 auf 15 Euro senken. Für Kunden, die den Online-Check-In versäumt haben und am Flughafen einchecken müssen, sind bei der Änderung nicht bedacht worden. Für sie fällt weiterhin die Gebühr von 70 Euro an. Ryanair hatte erst kürzlich mit “Tell MOL” ein neues Web-Formular gestartet, mit dem sich Passagiere direkt an Airline-Chef Michael O’Leary (MOL) wenden können.

Ihren Kundenservice will die irische Billigfluggesellschaft nun noch in weiteren Punkten verbessern. So dürfen Passagiere ab dem 1. Dezember ein zweites kleines Handgepäck mit an Bord nehmen. Dieses darf aber nicht größer als 35 mal 20 mal 20 Zentimeter sein.

Darüber hinaus will Raynair bereits ab dem 1. November zwischen 21 Uhr und 8 Uhr „leise Flüge" durchführen. Während dieser Zeit sollen keine zusätzlichen Durchsagen gemacht, ausgenommen sind Sicherheitshinweise. Zudem soll die Beleuchtung gedimmt werden.

O’Leary hofft mit dem geänderten Kundenservice, den Ryanair-Wachstumsplan voranzutreiben. Innerhalb von fünf Jahren sollen danach die Passagierzahlen der Fluggesellschaft von derzeit rund 80 Millionen auf 110 Millionen steigen.

Dabei sieht sich Europas größter Billigflieger angesichts eines schärferen Wettbewerbs zunehmendem Gegenwind ausgesetzt. Der Gewinn nach Steuern werde im Gesamtjahr vermutlich am unteren Ende der Prognosespanne von 570 bis 600 Millionen Euro ausfallen, teilte Ryanair Anfang September mit. Nun soll kräftiger um Kunden geworben werden.

Von: airliners.de mit Ryanair
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