Richter kippen Gutscheinklauseln von Air Berlin und Austrain Airlines

09.02.2016 - 13:40 0 Kommentare

Einige Gutscheinbedingungen bei Air Berlin und Austrian Airlines sind von österreichischen Richtern als gesetzeswidrig eingestuft worden. Unter anderem wurde ein Ausschluss der Barauszahlung von Restwertguthaben kritisiert.

Flugzeuge der Austrian Airlines am Flughafen Wien. - © © Austrian Airlines -

Flugzeuge der Austrian Airlines am Flughafen Wien. © Austrian Airlines

Bestimmte Klauseln zu Fluggutscheinen von Austrian Airlines und Air Berlin sind unzulässig. Unter anderem hatten beide Fluggesellschaften ausgeschlossen, dass mehrere Fluggutscheine innerhalb einer Buchung kombiniert werden können.

In beiden Klagen entschieden kürzlich das Oberlandesgericht Wien beziehungsweise der Oberste Gerichtshof, dass diese und weitere Klauseln gesetzwidrig sind. Darüber informierte am Dienstag die österreichische Verbraucherschutzorganisation Verein für Konsumenteninformation (VKI). Er war gegen die Regelungen vor Gericht gezogen.

Nach VKI-Angaben bemängelten die Richter zudem, dass Fluggutscheine nur für bestimmte Flüge eingelöst werden konnten, der Weiterverkauf untersagt und bei "Missbrauchsverdacht" eine Sperre des Gutscheines angedroht wurde. Darüber hinaus hätten die Gerichte die Klauseln gekippt, die besagten, dass bei Flugstornierungen oder bei einer Sperre des Gutscheins keine Rückzahlung des Flugpreises erfolgen soll.

Außerdem wurde das Verbot der Barauszahlung von Restwertguthaben als gesetzwidrig angesehen. Das Urteil gegen Air Berlin ist den Angaben zufolge rechtskräftig, das gegen die österreichische Lufthansa-Tochter Austrian Airlines nicht.

Von: gk
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