Rheinland-Pfalz: Verkauf von Hahn-Immobilien spart Abrisskosten

06.09.2016 - 09:49 0 Kommentare

Immobilien am Flughafen Hahn sind bereits verkauft worden - dadurch hat Rheinland-Pfalz eigenen Angaben zufolge Geld gespart. Die Gebäude gingen an ein Unternehmen, das auch den Airport kaufen möchte.

Verfallene Gebäude auf dem Campus-Gelände des Flughafens Hahn. - © © dpa - Thomas Frey

Verfallene Gebäude auf dem Campus-Gelände des Flughafens Hahn. © dpa /Thomas Frey

Mit dem Verkauf von Immobilien am Hunsrück-Flughafen Hahn im Juli an die ADC GmbH hat Rheinland-Pfalz nach eigenen Angaben Abrisskosten gespart. Bei der Veräußerung ehemaliger US-Kasernen sei es neben dem Erlös darum gegangen, "Schäden vom Land fernzuhalten", teilte Innenminister Roger Lewentz (SPD) auf eine Kleine Anfrage der CDU-Landtagsopposition mit.

Ein Gutachterausschuss habe die Gebäude als abrissreif eingestuft und zudem einen deutlich niedrigeren Verkehrswert ermittelt, als von der deutsch-chinesischen ADC später gezahlt wurde. Der Kaufvertrag enthält laut Lewentz "keine über das übliche Maß hinausgehenden Zusicherungen des Landes".

© dpa, Thomas Frey Lesen Sie auch: Flughafen Hahn: Bewerbungen werden nun geprüft

Die ADC war auch im ersten Bieterverfahren um den Kauf des gesamten staatlichen Flughafens Hahn dabei. Sie unterlag der chinesischen Firma SYT, die sich aber als mutmaßlich betrügerisch entpuppte. In der jetzigen zweiten Verkaufsrunde bietet ADC erneut mit.

Parallel hatte sie für insgesamt 3,75 Millionen Euro bereits eine Reihe von Militärgebäuden (Housing) und ein Schulungszentrum (Campus) erworben. Nach einem Teilabriss und Sanierungen sollen hier Wohnungen entstehen und sich Firmen ansiedeln. Hinter der ADC steht der rheinland-pfälzische Ex-Wirtschaftsstaatssekretär Siegfried Englert (SPD). Berater prüfen derzeit die aktuellen Hahn-Bewerber.

Von: ch, dpa
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