Rheinland-pfälzische IHK-Präsidenten kritisieren Hahn-Sanierungsplan

27.09.2013 - 11:50 0 Kommentare

Zwei rheinland-pfälzische IHK-Präsidenten haben ihren Unmut über den Sanierungsplan für den Flughafen Hahn geäußert. Es sei "nicht einmal halbherzig", zitiert die «Rhein-Zeitung» aus einem Brief an die Landesregierung.

Ryanair Maschine in Frankfurt-Hahn - © © Flughafen Frankfurt-Hahn -

Ryanair Maschine in Frankfurt-Hahn © Flughafen Frankfurt-Hahn

Bei den rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern (IHK) regt sich laut einem Zeitungsbericht Protest gegen das abgespeckte Sanierungskonzept für den kriselnden Hunsrückflughafen Hahn. Das geht nach Angaben der «Rhein-Zeitung» (Freitag) aus einem Brief hervor, den die Präsidenten der IHK Koblenz und der IHK Trier, Manfred Sattler und Peter Adrian, an Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) geschickt haben. «In der Summe kann das jetzt beschlossene Sanierungskonzept nicht einmal als halbherzig bezeichnet werden», heißt es darin. Weitere Verluste seien programmiert.

Die Präsidenten kritisieren «die Entscheidung, beispielsweise das Thema Personalaufwand auszuklammern». Dies könne man «auch mit Blick auf andere Regionalflughäfen, die ihren Betrieb mit weniger als einem Drittel der Belegschaftsstärke» abwickelten, nicht nachvollziehen. Der Hahn-Betriebsrat hatte laut Zeitung mit Blick auf das Thema Personal jüngst erklärt, dass Arbeitsbelastung und Arbeitsverdichtung an dem Airport vergleichsweise hoch seien.

Der Flughafen, der mehrheitlich dem Land gehört, leidet unter rückläufigen Fracht- und Passagierzahlen und fährt seit Jahren rote Zahlen ein. Wirtschaftsvertreter fordern seit längerem einen engagierten Konsolidierungskurs, um seine Zukunft zu sichern. Der Aufsichtsrat der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH hatte am Montag ein Sanierungskonzept beschlossen, die ursprüngliche Vorlage aber abgemildert. Vorgesehen ist, das Ergebnis in einigen Jahren mit Kosteneinsparungen und steigenden Einnahmen um mindestens 7,5 Millionen Euro zu verbessern, bis wann, blieb zunächst unklar. Zahlen zu einem möglichen Personalabbau wurden nicht genannt.

Von: dpa
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