Rettungsübung auf Flugplatz Großenhain

24.09.2012 - 14:28 0 Kommentare

Mehr als 500 Rettungskräfte haben auf dem Verkehrslandeplatz Großenhain bei Dresden an einer Notfallübung teilgenommen. Simuliert wurde eine missglückte Notlandung eines Passagierjets.

Blaulicht und Sirenengeheul in Großenhain bei Dresden: Am Samstag übten mehr als 500 Rettungskräfte auf dem dortigen Flugplatz das Zusammenspiel nach einem Flugzeugunglück. Wie ein Sprecher der Landesdirektion Sachsen sagte, wurde die missglückte Notlandung einer Passagiermaschine mit 101 Menschen an Bord als Szenerio angenommen.

Der Rumpf war in zwei Teile geborsten und eine Tragfläche abgebrochen. Weiterhin wurde davon ausgegangen, dass Kerosin aus einem Flügeltank geströmt und in Brand geraten war. Für die Simulation der Katastrophe wurden mehrere Container genutzt, auf ein Flugzeug wurde verzichtet.

Ziel sei es gewesen, das Zusammenspiel von Rettungskräften aus den Landkreisen Meißen, Sächsische Schweiz/Osterzgebirge und der Landeshauptstadt Dresden zu testen. Eine detaillierte Auswertung der Katastrophenübung sei erst in den nächsten Tagen möglich, erklärte der Sprecher weiter. Augenscheinlich habe die Koordination zwischen Rettern, Polizei, Bundeswehr und Technischem Hilfswerk funktioniert.

In die Übung waren auch Krankenhäuser im nahen Riesa und Meißen einbezogen. Dorthin waren die von der Stadt Dresden gestellten Statisten als fiktive Absturzopfer transportiert worden.

An der Großübung unter dem Namen "Barbara 2012" - angelehnt an die Schutzheilige der Feuerwehrleute - nahmen den Angaben zufolge auch Mitarbeiter der Brand- und Katastrophenschutzämter sämtlicher Landkreise und kreisfreier Städte Sachsens als Beobachter und Auswerter teil.

Der Flugplatz Großenhain im nördlichen Landkreis Meißen gilt nach Angaben der Landesdirektion als Ausweichlandeplatz bei Notfällen, wenn beispielsweise Flugzeuge wegen technischer Probleme die Piste des Dresdener Flughafens nicht mehr erreichen könnten. Der Flugplatz Großenhain, der bis Anfang der 1990er Jahre von den Luftstreitkräften der Roten Armee genutzt worden war, verfügt über eine 2,4 Kilometer lange Start- und Landebahn. Üblicherweise nutzen den Flugplatz nur Kleinflugzeuge. Zudem ist die historische Flotte des Fliegenden Museums Koch dort beheimatet.

Von: dapd
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