Rethage nicht mehr alleiniger Sprecher der Hahn-Geschäftsführung

18.10.2013 - 16:04 0 Kommentare

Ein gleichberechtiger Manager ist Hahn-Geschäftsführer Heinz Rethage bereits vor wenigen Tagen zur Seite gestellt worden, jetzt ist sein Vertrag offiziell verändert worden: Den defizitären Flughafen führt nun eine Doppelspitze.

Heinz Rethage, Geschäftsführer der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH

Heinz Rethage, Geschäftsführer der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH
© dpa - Thomas Frey

Markus Bunk

Markus Bunk
© Innenministerium Rheinland-Pfalz

Heinz Rethage ist nicht mehr der alleinige Sprecher der Geschäftsführung des krisengeschüttelten Flughafens Hahn. Seit dem Amtsantritt des neuen, zweiten Geschäftsführers Markus Bunk agierten beide Manager gleichberechtigt, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums und bestätigte damit einen Bericht der Mainzer «Allgemeinen Zeitung». Der Vertrag Rethages, der den defizitären Hunsrück-Airport sanieren soll, sei entsprechend angepasst worden. Das Ganze sei auf Initiative Rethages geschehen, weil er mit Bunk in einem Kollegialorgan arbeiten wolle.

Rethage arbeitet seit Februar am Flughafen Hahn. Er war auf den früheren Jörg Schumacher, der seit 1998 Geschäftsführer der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH und seit 2005 Sprecher der Geschäftsführung war. Über eine Ablösung von Schumacher war zuvor wochenlang spekuliert worden.

Bunk, der zuletzt Geschäftsführer des Flughafens Dortmund war, hatte sein Amt im Hunsrück am 15. Oktober angetreten. Er folgte auf Wolfgang Pollety, der um seine Ablösung gebeten und später von der Gesellschafterversammlung von seinen Aufgaben freigestellt worden war. Pollety übernimmt ab November die Position des Geschäftsführers der Flughafen Hamburg GmbH.

Hintergrund waren Unstimmigkeiten mit Rethage über den Weg, wie der Flughafen aus den roten Zahlen kommen soll. Aufsichtsratschef am Hahn ist seit kurzem Finanzstaatssekretär Salvatore Barbaro (SPD). Die Flughafen Frankfurt Hahn GmbH gehört zu 82,5 Prozent Rheinland-Pfalz und zu 17,5 Prozent Hessen. Sie schreibt seit mehreren Jahren rote Zahlen. Ein unlängst beschlossenes Sanierungskonzept soll den Airport wieder in die Spur bringen.

Von: dpa, airliners.de
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