Quartalsbilanz Rekordverlust bei Austrian Airlines

04.05.2012 - 13:06 0 Kommentare

Die österreichische Lufthansa-Tochter Austrian Airlines hat trotz steigender Umsätze ihren Verlust im ersten Quartal nochmals ausgebaut. Eine Terminalerweiterung in Wien sowie eine Qualitäts-Offensive sollen nun die Wende bringen.

Leitwerke von Austrian-Airlines-Flugzeugen - © © AirTeamImages.com -

Leitwerke von Austrian-Airlines-Flugzeugen © AirTeamImages.com

Austrian Airlines (AUA) hat im Auftaktquartal einen Verlust von 66,7 Millionen Euro im operativen Geschäft verzeichnet. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Verschlechterung von fünf Prozent. Die Ursachen hierfür liegen laut AUA bei den gestiegenen Treibstoffkosten sowie erhöhten Steuern und Gebühren. "Vor allem die Luftverkehrssteuer, die am 1. April 2011 eingeführt wurde, trifft uns im ersten Quartal 2012 komplett neu und mit voller Wucht," so Albrecht in einer Aussendung. Er appelliert an das Finanzministerium, den Luftverkehrsstandort Österreich zu entlasten.

Die operativen Gesamterlöse der AUA lagen mit 464,3 Millionen Euro um 3,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das EBITDA sank mit 26,9 Millionen Euro Minus um ganze 19,2 Prozent. Albrecht sieht dennoch die Voraussetzungen für Wachstum gegeben und verweist auf die Rekordpassagierzahlen in den ersten drei Monaten. So zählte AUA zwischen Januar und März rund 2,3 Millionen Passagiere.

Die österreichische Lufthansa-Tochter will nach eigenen Angaben gezielt in die Verbesserung der Qualität investieren. Dabei setzt sie vor allem auf den im Juni öffnenden Wiener Terminal Skylink, den die Star Alliance besetzen wird. Auch das neue Innendesign der Langstreckenflotte und die neue Kabinenausstattung der Dash- und Fokker-Flugzeuge sollen mehr Kunden anlocken. Die wichtigste Restrukturierungsmaßnahme wird jedoch der nun beschlossene Betriebsübergang zur Tyrolean sein.

Die AUA geht davon aus, dass erste Effekte des Sparprogramms ab dem zweiten Quartal greifen werden. Im Gesamtjahr 2012 könnten die Restrukturierungsmaßnahmen jedoch insgesamt zu einem operativen Ergebnis unter dem Vorjahresniveau führen. CEO Jaan Albrecht will bis 2013 aus den roten Zahlen kommen.

Von: airliners. de mit Martin Metzenbauer Austrian Aviation Net
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