Reisekonzern Thomas Cook hält an Condor fest

27.03.2017 - 09:50 0 Kommentare

Der Reisekonzern Thomas Cook hält an der Fluggesellschaft Condor fest. Die deutsche Airline ist zuletzt in die roten Zahlen gerutscht. Ein Sparprogramm soll helfen.

Eine A321 der Condor. Die Airline gehört zum Thomas-Cook-Konzern. - © © Condor -

Eine A321 der Condor. Die Airline gehört zum Thomas-Cook-Konzern. © Condor

Der Reisekonzern Thomas Cook hält an seiner zuletzt defizitären Fluggesellschaft Condor fest. "Wir haben einen starken Verbund, die Thomas-Cook-Airlines, geschaffen, da wollen wir Condor nicht herausbrechen", sagte Konzernchef Peter Fankhauser jetzt der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Der operative Verlust bei Condor von umgerechnet zwölf Millionen Euro sei der "Marktentwicklung in Deutschland geschuldet". "Andere Gesellschaften haben 2016 viel höhere Verluste gemacht."

Condor-Chef Ralf Teckentrup hatte erst kürzlich im airliners.de-Interview gesagt, dass man "bis vorletztes Jahr mehr als zehn Jahre in Folge profitabel" gewesen sei. Und das wolle man auch in diesem Jahr wieder werden.

© BTW, Svea Pietschmann Condor-Chef Teckentrup: "Condor muss die Kostenstrukturen noch weiter verbessern"

Zu Thomas Cook gehören neben Condor auch Fluggesellschaften in Großbritannien, Belgien und Skandinavien. Ein Sparprogramm soll Condor 2017 wieder in die Profitabilität führen. In diesem Jahr sollen rund 40 Millionen Euro eingespart werden.

Die Pläne beinhalten auch einen Stellenabbau bei der deutschen Airline. Dieser betrifft jedoch auch die anderen Fluggesellschaften der Thomas-Cook-Gruppe. Insgesamt sollen im laufenden Jahr rund 100 Arbeitsplätze wegfallen.

© AirTeamImages.com, nustyR Lesen Sie auch: Condor muss sparen und streicht Stellen

Eine Abkehr vom Konzept, sowohl Pauschalreiseziele am Mittelmeer als auch ausgewählte Fernziele im Liniendienst ansteuern, lehnt Thomas-Cook-Chef Fankhauser ab. "Unsere Fluggesellschaft soll weiter eine Fluggesellschaft sein und nicht bloß das Busunternehmen eines Reiseveranstalters."

Von: ch, AFP
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