Rege Flugzeugverkäufe bescheren Airbus Group Gewinnsprung

24.02.2014 - 12:12 0 Kommentare

Wenn die Airbus Group am Mittwoch die Zahlen für 2013 vorlegt, wird der Flugzeugbauer einen ordentlichen Gewinnsprung verkünden können, sagen Analysten. Das dürfte sich auch in der Dividende widerspiegeln.

Blick in die Endmontagehalle für Airbus A330 in Toulouse

Blick in die Endmontagehalle für Airbus A330 in Toulouse
© Airbus - P. Pigeyre

A321-Rumpf während der Fertigung

A321-Rumpf während der Fertigung
© Condor

Airbus A350 XWB in der Halle L34 für Statiktests am Flughafen Toulouse-Blagnac

Airbus A350 XWB in der Halle L34 für Statiktests am Flughafen Toulouse-Blagnac
© Airbus 2012 - P. Masclet

Der reißende Flugzeugabsatz hat dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus Group voraussichtlich einen kräftigen Gewinnsprung verschafft. Der Konzern, der bis vor wenigen Wochen noch unter dem Namen EADS auftrat, dürfte seinen Gewinn Analysten zufolge im vergangenen Jahr um fast die Hälfte gesteigert haben. Bei der Dividende dürfte die Konzernspitze um Vorstandschef Thomas Enders daher eine ordentliche Schippe drauflegen.

An diesem Mittwoch, 26. Februar, legt die Airbus Group ihre Zahlen für 2013 vor. Neben Neuigkeiten zum jüngsten Airbus-Spross A350 erhoffen sich Experten dann auch Angaben zu den Kosten und den Einsparungen infolge des eingeleiteten Konzernumbaus.

Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg bis Montag befragten Analysten rechnen für 2013 im Schnitt mit einem Umsatzplus von knapp vier Prozent auf 58,5 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Unternehmenswerte und außerordentlichen Posten, den das Unternehmen als Ebit bezeichnet, dürfte um 44 Prozent auf 3,15 Milliarden Euro gestiegen sein. Unter dem Strich erwarten die Experten einen Gewinnsprung um knapp 45 Prozent auf 1,77 Milliarden Euro. Die Dividende soll ihrer Ansicht nach um 43 Prozent auf 86 Cent steigen.

Konzerntochter hat Rekordergebnisse verbucht

Die wichtigste Konzerntochter, der Verkehrsflugzeugbauer Airbus, hatte im vergangenen Jahr mit Neuaufträgen für 1619 Maschinen so viele Bestellungen hereingeholt wie nie zuvor. Zugleich baute das Unternehmen die laufende Produktion auf insgesamt 626 Flugzeuge weiter aus.

Airbus-Bestellungen 2013
Flugzeugtyp
A320-
Familie
377
A330 108
A380 50
A320neo-
Familie
876
A350 239

Weniger gut läuft es seit längerem im Rüstungsgeschäft. Der Konzern führt seine bisherige Rüstungstochter Cassidian daher mit dem Raumfahrtgeschäft Astrium und der Militärtransporter-Sparte Airbus Military zum neuen Geschäftsbereich Airbus Defence & Space zusammen. In den Konzernzentralen fallen bis Ende 2016 konzernweit rund 5800 Arbeitsplätze weg. Dabei sollen 1450 Mitarbeiter tatsächlich entlassen werden, die übrigen sollen zur Verkehrsfliegersparte Airbus wechseln oder anderweitig aus dem Konzern ausscheiden.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa will die Airbus Group durch den Umbau jährlich 815 Millionen Euro sparen. Die Einsparungen sollen demnach von 2017 an wirksam werden. Das Unternehmen wollte die Zahlen bislang nicht bestätigen. Auch die Kosten des Umbaus sind noch offen. Hier dürften Abfindungen für entlassene Mitarbeiter teuer zu Buche schlagen.

A330 ist weiterhin gut gefragt

Analyst Markus Turnwald von der DZ Bank sieht das Unternehmen mit dem Umbau auf Kurs zu weiteren deutlichen Gewinnsteigerungen. Schon 2015 sollte der Konzern sein Ebit nach seiner Schätzung auf 7,9 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Turnwald baut dabei sowohl auf die steigenden Produktionszahlen für den Mittelstreckenjet A320 als auch auf den Auslieferungsstart für den neuen Langstreckenjet A350. Die erste Maschine des Typs soll spätestens Ende 2014 an die Fluggesellschaft Qatar Airways ausgeliefert werden. Zugleich sei das ähnlich große Vorgängermodell A330 weiter gut gefragt, zeigte sich Turnwald überrascht.

Der Chef der Verkehrsfliegersparte Airbus, Fabrice Bregier, hat sich für 2014 bislang bescheiden gezeigt. So soll die Flugzeugproduktion im Vergleich zum Vorjahr lediglich stabil bleiben. Dabei soll Verkaufschef John Leahy lediglich mehr Bestellungen hereinholen, als fertige Flugzeuge die Produktionshallen verlassen.

Von: dpa-AFX
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