Bestechungsvorwürfe: Razzia bei Fraport

13.12.2017 - 12:15 0 Kommentare

Durchsuchungen in Frankfurt: Mehreren Mitarbeitern des Flughafenbetreibers Fraport wird Bestechung zur Last gelegt. Dem Vernehmen nach geht es um einen senegalesischen Airport, der erst vor Kurzem eröffnete.

Fraport-Schriftzug: Durchsuchungen bei zehn Mitarbeitern. Foto: © dpa, Frank Rumpenhorst

Ermittler der Staatsanwaltschaft Frankfurt haben Büros und Privatwohnungen mehrerer Mitarbeiter des Flughafenbetreibers Fraport durchsucht. Dies sagte ein Sprecher zu airliners.de. Zu den Hintergründen wollte sich dieser nicht äußern - Fraport unterstütze die Ermittlungen.

In dem Verfahren sind acht Menschen der Bestechung ausländischer Amtsträger beschuldigt, zitiert die Nachrichtenagentur dpa die Staatsanwaltschaft Frankfurt. Fünf von ihnen seien Fraport-Mitarbeiter unterhalb der Vorstandsebene. Festgenommen wurde niemand, wie Justizsprecherin Nadja Niesen sagte.

Bereits 2013 soll es eine Anzeige gegeben haben

Nach Informationen der "Zeit" waren zehn Objekte im Visier der mehr als 100 Beamten. Die Verdächtigen sollen zwischen 2012 und 2016 einen Minister aus der senegalesischen Hauptstadt Dakar bestochen haben, um sicherzustellen, dass eine bestimmte Firma den Zuschlag für den Betrieb des Flughafens "International Blaise Diagne" bekommt, meldet die "Bild"-Zeitung. Bereits 2013 war anonym Anzeige erstattet worden.

Der vor wenigen Tagen eröffnete Airport in Dakar sollte ursprünglich von Fraport betrieben werden. Nach mehrjährigen Verzögerungen und Absenkung der ursprünglich vereinbarten Entgelte habe man das Projekt formell zum Jahresende 2016 beendet, berichtet der "Focus".

Beteiligungen der Fraport an Flughäfen weltweit. Zoomen für eine detailliertere Ansicht.

Von: cs
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