Flugsicherung Ramsauer will DFS-Gebühren prüfen

21.11.2012 - 11:24 0 Kommentare

Die Deutsche Flugsicherung will die Gebühren drastisch erhöhen. Jetzt hat sich Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer gegen das ihm unterstellte Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung gestellt und will vermitteln.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU, r.) und der Präsident des Bundesverbandes der Luftfahrt BDL, Klaus-Peter Siegloch beim Abend der Luftfahrt des BDL (20.11.2012) - © © dpa - Stephanie Pilick

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU, r.) und der Präsident des Bundesverbandes der Luftfahrt BDL, Klaus-Peter Siegloch beim Abend der Luftfahrt des BDL (20.11.2012) © dpa /Stephanie Pilick

Die von der Deutschen Flugsicherung (DFS) angekündigte Erhöhung der Gebühren für An- und Abflüge an deutschen Flughäfen um 11.8 Prozent stößt auf Kritik aus dem Verkehrsministerium.

Er wolle die Zeit bis zur geplanten Einführung der neuen Gebührenordnung zum Jahreswechsel dazu nutzen, alle Beteiligte an einen Tisch zu bringen, um das Thema zu erörtern, sagte Ramsauer gestern auf dem vom Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) veranstalteten „Abend der Luftfahrt“ in Berlin.

Es gäbe bemerkenswerte Argumente von Seiten der Fluggesellschaften. Vertreter aus den Unternehmen, Verbänden sowie der Flugsicherung sollten daher eine einvernehmliche Lösung finden, um die Fluggesellschaften nach Luftverkehrssteuer, Emissionshandel und Betriebszeiteneinschränkungen nicht noch weiter zu belasten.

Das dem Verkehrsministerium unterstellte Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) hatte die Fluggesellschaften Anfang des Monats über die geplante Erhöhung der Gebühren unterrichtet. Neben den Gebühren für die An- und Abflugkontrolle will das dem Verkehrsministerium unterstellte BAF die Streckengebühren um 3,3 Prozent erhöhen.

Die EU-Kommission habe eigentlich eine Senkung der Flugsicherungsgebühren verlangt, beschwerte sich der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften (BDF) nach Bekanntgabe der neuen Gebührenordnung. Für Fluggesellschaften würden Mehrkosten in Höhe von 120 Millionen Euro entstehen.

Zuletzt habe das BAF allerdings die Start- und Landegebühren zum Januar um 5,1 Prozent angehoben, die Streckengebühren waren um 3,1 Prozent gestiegen. Maßgebliche Ursachen für die Preiserhöhung sehen die Airlines in den zuletzt deutlich gestiegenen Personalkosten bei der bundeseigenen Flugsicherung.

Von: airliners.de
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