Artikel vom 12.01.2009 0
Concorde-Prozess gegen Continental Airlines nächsten Februar
Als mitverantwortlich für das Unglück gilt eine seit 1979 bekannte Konstruktionsschwäche an den Flügeln des Überschallflugzeugs. Ausgelöst wurde die Katastrophe vom 25. Juli 2000 nach Einschätzung der französischen Ermittler aber durch eine Titan-Lamelle, die ein Continental-Flugzeug kurz vor dem Abheben der Concorde auf der Startbahn verloren hatte. Diese zerschnitt einen Reifen des französischen Flugzeuges; umherfliegende Teile beschädigten einen Treibstofftank der Concorde, der sich entzündete.Bei dem Prozess werden nur wenige Hinterbliebene als Nebenkläger auftreten. Die Versicherungen von Air France hatten sich im Jahr nach dem Unglück mit den Familien der Opfer auf eine Entschädigung geeinigt. Für rund 650 Berechtigte wurde damals eine Summe von insgesamt 85 bis 106 Millionen Euro ausgehandelt. Die Einigung schließt weitere Forderungen aus.
Die rund 2200 Stundenkilometer schnelle Concorde war seit 1976 im Liniendienst geflogen. Der Unfall von Paris läutete ihr Ende ein. Bis Ende 2003 musterten Air France und British Airways sämtliche Überschallmaschinen aus, die wegen des hohen Treibstoffverbrauchs und der großen Lärmbelästigung sowieso längst nicht mehr als zeitgemäß galten.
Stand: 12.01.2009 - 6:50 PM Uhr
Quelle: AFP
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