Artikel vom 20.10.2009 0
BAA wehrt sich gegen Flughafenverkauf
Anschuldigungen gegen Kartellbehörde
© AirTeamImages.com
Flughafen Edinburgh
Der britische Flughafenbetreiber BAA wehrt sich gegen die ihm auferlegten Flughafenverkäufe. Die britische Wettbewerbsbehörde hatte im März angeordnet, dass BAA die Flughäfen London-Stansted und Gatwick sowie entweder Glasgow oder Edinburgh verkaufen muss.
Der Anwalt der BAA, Nicholas Green, sagte gestern vor einem Berufungsgericht, er halte die Entscheidung der Wettbewerbskommission für unrechtmäßig, da eines der Kommissionsmitglieder, Professor Peter Moizer, zugleich auch die Interessen eines potenziellen Gatwick-Käufers vertrete. Moizer sei neben seiner Tätigkeit bei der Wettbewerbskommission auch als Berater des Greater Manchester Pension Funds tätig, der Teil eines Konsortiums um die Manchester Airports Group ist und den Flughafen Gatwick kaufen will, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. „Das Geld der Manchester Airports Group unterliegt seiner Kontrolle und seinem Rat“, sagte Green vor dem Gericht. Weder Moizer noch die britische Wettbewerbsbehörde wollten dies bisher kommentieren.
BAA argumentiert außerdem, dass die Zweijahresfrist, innerhalb derer die Flughäfen verkauft werden müssen, unfair sei, da angesichts der Rezession ein geringerer Preis zu erwarten sei, berichtet „The Independent“.
Die Verhandlung vor dem Berufungsgericht wird heute und morgen fortgesetzt. Eine Entscheidung des Gerichts wird in etwa zwei Monaten erwartet.
Stand: 20.10.2009 - 12:04 PM Uhr
Quelle: airliners.de
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