
Airbus und Zulieferer streiten um Schadenersatz
A400M-Verzögerung
Der Flugzeughersteller Airbus streitet sich laut einem Zeitungsbericht mit Zulieferfirmen für den Militärtransporter A400M um Schadensersatz. Die Airbus-Militärsparte fordere rund 500 Millionen Euro vom Konsortium Europrop International (EPI), das das Triebwerk des A400M baut, berichtet die «Financial Times Deutschland» (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf Unterlagen des Mutterkonzerns EADS.
Das Konsortium habe mit Gegenansprüchen gekontert und beanspruche seinerseits rund 425 Millionen Euro Schadensersatz von der Militärsparte. Bei Airbus war am frühen Donnerstagmorgen niemand zu erreichen.
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Im Zentrum des Streits stehe die Frage, wer für die bislang fast zweijährigen Verzögerungen bei dem Militärtransporter verantwortlich sei, berichtete das Blatt weiter. In der vergangenen Woche hatten EADS und die Kunden des A400M einen Kompromiss im Streit um die Finanzierung der Mehrkosten für das Projekt erzielt. EADS-Chef Louis Gallois hatte am Dienstag in Paris eingeräumt, dass es auch Forderungen von Zulieferfirmen gibt, deren Kosten durch die zeitlichen Verzögerungen ebenfalls steigen.
Europrop International hat mittlerweile die Internationale Handelskammer eingeschaltet, ein Stillhalteabkommen scheiterte. Bei den Beteiligten wollte man sich am Donnerstag nicht näher zu dem Streit äußern. «Das ist eine vertrauliche Sache zwischen Airbus und EPI», sagte EPI- Sprecherin Jane Terry und bestätigte damit die Angaben der «Financial Times Deutschland».
Dem Konsortium EPI gehören die britische Rolls-Royce, MTU Aero Engines, der französische Triebwerkhersteller Snecma sowie Industria de Turbo Propulsores aus Spanien an.
ddp, dpa
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