Artikel vom 09.07.2010
Zürich: Wirtschaft wehrt sich gegen Taxi-Abholverbot
Ein Netzwerk aus deutschen, österreichischen und Schweizer Unternehmen wehrt sich gegen das Abholverbot für deutsche und österreichische Taxifahrer am Zürcher Flughafen. Das Verbot sei ein «fragwürdiges Verfahren» und «dem Klima der grenzüberschreitenden Wirtschaftsbeziehungen abträglich», heißt es in einer am Freitag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung von 20 Wirtschaftsorganisationen aus den Grenzregionen der drei Länder. Gemeinsam repräsentieren sie den Angaben nach etwa 200.000 Unternehmen.
Das Netzwerk fordert, das aus dem Jahr 1953 stammende Verbot auszusetzen, damit die Verkehrsministerien in Deutschland und der Schweiz es mit der inzwischen erfolgten Entwicklung und bilateralen Verträgen abgleichen und auf seinen Bestand prüfen. Auch eine Kündigung und Neuverhandlung dieser Verträge könne erwogen werden.
Das Mitte Juni von der Stadt Kloten veröffentlichte Verbot hatte bei Taxiunternehmen in Süddeutschland für Verwunderung und Protest gesorgt. Es basiert auf einem Staatsvertrag zwischen Deutschland und der Schweiz aus dem Jahr 1953, wurde jedoch am Flughafen Zürich Kloten nie durchgesetzt.
Auf Anweisung des Schweizer Verkehrsministeriums müssten Verstöße ab Januar 2011 geahndet werden, hatte die Stadt Kloten erklärt und angekündigt, deutschen und österreichischen Taxifahrern die Parkbewilligungen zu entziehen. Hintergrund ist offenbar eine Petition von Schweizer Taxifahrern, die die Durchsetzung des Abkommens fordern.
Stand: 09.07.2010 - 5:05 PM Uhr
Quelle: ddp
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