Artikel vom 05.03.2010 0
Streit um A400M beigelegt
EADS legt Bilanz am 9. März vor
© Airbus Military
A400M beim Erstflug am 11.12.2009
Der monatelange Streit um die Mehrkosten für den Militär-Transporter Airbus A400M ist beigelegt. Die Vertragsstaaten hätten sich mit dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS geeinigt, erklärte Frankreichs Verteidigungsminister Hervé Morin am Freitag in Paris gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
Der Airbus-Mutterkonzern EADS hat eine Lösung mit den Käuferstaaten bestätigt. Zugleich kündigte das im MDAX notierte Unternehmen am Freitag in München an, dass die A400M-Kosten zu Verlusten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 im operativen Geschäft und beim Konzernüberschuss führen werden. Die Rückstellungen für den A400M würden sich auf 1,8 Milliarden Euro vor Steuern erhöhen. EADS stellt am Dienstag seine Bilanz vor.
Die Abnehmer hatten mit dem Airbus-Mutterkonzern EADS seit Monaten über die Verteilung von Mehrkosten von 5,2 Milliarden Euro für die Produktion des Flugzeugs gestritten. Das letzte Angebot der sieben Vertragssländer, darunter Deutschland und Frankreich, sah vor, dass die Abnehmer zwei Milliarden Euro der Mehrkosten und weitere 1,5 Milliarden Euro in Form von Kreditbürgschaften übernehmen.
Die Auslieferung des Airbus A400M verzögert sich um mindestens drei Jahre. Die Käuferstaaten hatten insgesamt 180 der Propellermaschinen zum Gesamtwert von ursprünglich 20 Milliarden Euro bestellt. Deutschland und Frankreich sind mit 60 beziehungsweise 50 Maschinen die größten Abnehmer des Militärtransporters. Daneben haben auch Belgien, Großbritannien, Luxemburg, Spanien und die Türkei das Flugzeug bestellt.
Stand: 05.03.2010 - 6:13 PM Uhr
Quelle: dpa, ddp, AFP, airliners.de
Anzeigen
Meistgelesen
- 1 Air Berlin wagt den Billigst-Tarif Neue Tarifstruktur
- 2 Lufthansa-A380 heißt «Berlin» Taufe in Tegel
- 3 A400M-Tests in Brandenburg beendet Testflüge verliefen «nicht nach Plan»
Anzeige

Wieder Charterflüge ab Lübeck