Artikel vom 28.10.2010 0

Peking erlaubt mehr A380-Flüge

Ab November dreimal wöchentlich

Nach langen Verhandlungen hat die chinesische Zivilluftfahrtbehörde der Lufthansa eine Genehmigung für drei Flüge des Airbus A380 pro Woche von Frankfurt nach Peking erteilt. Lufthansa will die Genehmigung zu Mitte November umsetzen.

Der dritte Airbus A380 der Lufthansa wird am 2.9.2010 auf den Namen

Der dritte Airbus A380 der Lufthansa wird am 2.9.2010 auf den Namen "Beijing" getauft.

Nach zähen Verhandlungen hat die chinesische Zivilluftfahrtbehörde der Lufthansa die Genehmigung für drei wöchentliche Flüge des Airbus A380 für den Winterflugplan 2010/11 von Frankfurt nach Peking erteilt. Damit gab die chinesische Seite einer Forderung von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) nach, wie sein Ministerium dem "Hamburger Abendblatt" (Donnerstagausgabe) bestätigte. Bislang hatte China nur einen Flug pro Woche mit dem europäischen Großraumflugzeug erlaubt.

"Das ist ein gutes Signal für den Tourismus und für die Handelsbeziehungen zwischen unseren Staaten", sagte der CSU-Politiker der Zeitung. Ramsauer hatte sich Mitte Oktober auf einer China-Reise in Gesprächen mit der chinesischen Luftfahrtbehörde für mehr Flüge des A380 nach Peking eingesetzt.

Ein Sprecher der Lufthansa kündigte an, Chinas Genehmigung ab 19. November umzusetzen und dreimal pro Woche mit dem A380 Peking anzusteuern. Er betonte zugleich, dass die Lufthansa weiterhin anstrebe, den A380 täglich auf der Strecke Frankfurt-Peking einzusetzen.

Bislang bedient die Airline mit dem Super-Airbus täglich nur Japans Hauptstadt Tokio und zweimal in der Woche Johannesburg in Südafrika. Von Frankfurt nach Peking fliegt die Lufthansa bisher an sechs Tagen die Woche mit einer Boeing 747 und nur an einem Tag in der Woche mit einem A380. Zudem gibt es eine tägliche Verbindung von München nach Peking mit einem Airbus vom Typ A340.

Als Probleme für mehr Flüge des Airbus A380 nannte die Zeitung «Xinwen Wanbao» begrenzte Möglichkeiten im Flughafenbetrieb, die eigens ausgeweitet werden müssten. Speziell wurde auf die Start- und Landebahnen, Flugsteige und Feuerwehr des stark frequentierten Flughafens verwiesen.

Nur drei Flugsteige könnten einen A380 abfertigen. Es gebe nicht die passenden Enteisungsfahrzeuge. Die Flughafenfeuerwehr arbeite auf der Bereitschaftsstufe Neun, was bei häufigeren Flügen mit dem A380 auf Zehn angehoben werden müsse. «Dieses Riesenflugzeug in der Luft ist wahrlich ein harter Test für Chinas Flughäfen», zitierte das Blatt einen Luftverkehrsbeamten.

Stand: 28.10.2010 - 9:55 AM Uhr

Quelle: dapd, AFP, dpa

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