Artikel vom 10.08.2009
Niedrigere Air Berlin/TUIfly-Überkreuzbeteiligung
Kartellbedenken
Im Zuge der Kooperation zwischen der Fluggesellschaft Air Berlin und dem Ferienflieger TUIfly fällt die geplante wechselseitige Beteiligung niedriger aus als geplant. Statt wie geplant knapp unter 20 Prozent soll der Reisekonzern TUI Travel, zu dem TUIfly gehört, künftig knapp unter zehn Prozent an Air Berlin halten.
Als Grund für die niedrigere Beteiligung wurden am Montag in Branchenkreisen kartellrechtliche Bedenken genannt. Air Berlin soll eine Beteiligung in gleicher prozentualer Höhe an TUIfly erhalten. Sprecher von TUI und Air Berlin gaben keine Stellungnahme ab.
Air Berlin soll im Zuge der Kooperation mit TUIfly früheren Angaben zufolge deren Städte-Streckennetz übernehmen. Die Hannoveraner Fluggesellschaft selbst soll nur noch für ihr Chartergeschäft verantwortlich sein. Die Kooperation soll zum Winter 2009/10 anlaufen. Im Mai hatten die EU-Kartellwächter eine intensive Prüfung angekündigt. Umfang und Bedeutung der gegenseitigen Verflechtung und Zusammenarbeit würden dies rechtfertigen.
Nach monatelangen Verhandlungen hatten sich Air Berlin und TUIfly im März auf eine strategische Zusammenarbeit im deutschen Fluggeschäft geeinigt. Damit wird die Konsolidierung auf dem deutschen Flugmarkt weiter vorangetrieben. Air Berlin ist die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft. Unangefochtener Branchenführer in Deutschland ist die Lufthansa.
Stand: 10.08.2009 - 5:59 PM Uhr
Quelle: dpa
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