Artikel vom 04.11.2010 0

Luftsicherheit: BARIG gegen blinden Aktionismus

Im Zuge der Luftsicherheitsdebatte hat das Board of Airline Representatives in Germany e.V. (BARIG) vor voreiligen Schritten gewarnt. Statt nur auf kostenintensive Technologie zu setzen, müssen auch Zuständigkeiten vereinheitlicht und Personal aufgestockt werden, sagte der Airlineverband.

Boeing 737-800 landet bei stürmischem Wetter - © © AirTeamImages.com -

Boeing 737-800 landet bei stürmischem Wetter

Der Airline-Verband BARIG (Board of Airline Representatives in Germany e.V.) hat die Politik vor unüberlegten Schnellschüssen bei der Luftverkehrssicherheit gewarnt. Die Terrorbekämpfung müsse an den Wurzeln angepackt werden, erklärte am Donnerstag der Barig-Generalsekretär Martin Gaebges in Frankfurt. Die von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) angekündigte europäische Sicherheitsinitiative dürfe sich nicht auf die Anschaffung neuer Röntgengeräte oder andere kostenintensive Auflagen für die Luftfahrtindustrie beschränken.

Aus den Sünden der Vergangenheit müssten selbstverständlich Konsequenzen gezogen werden. Dazu gehörten auch mehr Kapazitäten beim Luftfahrtbundesamt, zusätzliche Prüfgeräte und vereinheitlichte Zuständigkeiten. Es sei aber wenig zielführend, dem Barig-Mitglied Yemenia den Einflug zu verweigern oder die Diskussion über den Abschuss von Flugzeugen wieder zu beleben, erklärte der Vertreter von mehr als 100 in Deutschland tätigen Fluggesellschaften.

Ziel müsse eine international gültige Sicherheitsarchitektur sein, die alle Verkehrsträger und Systempartner einbeziehe. Barig will sich bei der Risikobeurteilung eher auf die persönliche Kompetenz der Mitarbeiter als auf technische Maßnahmen verlassen. Zudem müssten sich künftig die Staaten an den Kosten für hoheitliche Sicherheitsaufgaben beteiligen.

Stand: 04.11.2010 - 3:57 PM Uhr

Quelle: dapd

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