
Lufthansa weiter in den roten Zahlen
Halbjahreszahlen
Die Lufthansa hat wegen der Aschewolke aus Island im zweiten Quartal ihren Verlust vom Jahresbeginn nicht ausgleichen können. Unter dem Strich stand nach den ersten sechs Monaten ein Verlust von 104 Millionen Euro, wie Deutschlands größte Fluggesellschaft am Mittwochabend in Frankfurt mitteilte.
Ein Jahr zuvor hatte das Minus 178 Millionen Euro betragen. Der operative Verlust lag nun bei 171 (Vorjahr: plus 8) Millionen Euro. Der Umsatz kletterte auch dank der Übernahme der Fluglinien BMI und AUA von 10,2 auf 12,6 Milliarden Euro.
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Im zweiten Quartal konnte Lufthansa jedoch einen operativen Gewinn erwirtschaften. Nach Angaben der Airline betrug das operative Ergebnis 159 Millionen Euro (Vorjahr: 52 Mio. Euro) bei einem Umsatz von 6,9 Milliarden Euro (Vorjahr: 5,2 Mrd. Euro).
Das Geschäft entwickle sich positiv, hieß es. Daher zeigte sich der Vorstand zuversichtlich, den operativen Gewinn im Gesamtjahr zu steigern. Die derzeitigen Erwartungen der Analysten sollte das Unternehmen dabei erreichen.
Die Lufthansa rechnet zudem wieder mit etwas geringeren Treibstoffkosten als bislang. Der Aufwand dürfte sich in diesem Jahr auf 5,2 Milliarden Euro belaufen, hieß es in einer Präsentation von Finanzvorstand Stephan Gemkow am Donnerstag. Vor einem Monat hatte der Manager noch 5,3 Milliarden Euro prognostiziert.
Im Geschäft auf den Transatlantikrouten und nach Asien sei das Niveau vor der Wirtschaftskrise wieder erreicht worden, sagte Finanzvorstand Stephan Gemkow. Auch das Frachtgeschäft, das als Frühindikator der Weltkonjunktur gilt, habe sich erfreulich entwickelt. So habe die Lufthansa Cargo das beste Halbjahresergebnis ihrer Geschichte erzielt. Im Passagiergeschäft würden auch wieder mehr Premium-Tickets verkauft.
Sorgenkinder der Lufthansa sind die Zukäufe Austrian Airlines und BMI. Sie erlitten im ersten Halbjahr einen operativen Verlust von 70 und 93 Millionen Euro. Der Billigflieger Germanwings drückte das operative Ergebnis um 39 Millionen Euro. Die Lufthansa-Tochter Swiss erzielte im ersten Halbjahr nach eigenen Angaben einen operativen Gewinn von 61 Millionen Schweizer Franken (umgerechnet rund 44,44 Millionen Euro; Vorjahr: 65 Mio. Franken). Der Umsatz der Swiss stieg von Januar bis Juni um sechs Prozent auf knapp 2,25 Milliarden Franken (rund 1,64 Milliarden Euro).
Die Lufthansa will nach ihrem Halbjahresverlust weiter an der Kostenschraube drehen. "Insbesondere aufgrund des eingetretenen Preisverfalls und der veränderten Nachfrage auf der Kurzstrecke werden wir die Kostensenkungsmaßnahmen weiterhin entschlossen vorantreiben", sagte Gemkow bei der Vorlage des Zwischenberichts.
dpa-AFX, ddp, airliners.de
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