Artikel vom 10.05.2010 0

ILA: Standortentscheidung vertagt

Luftraumsperrungen behindern Anreise

Der ILA-Veranstalter BDLI hat die für den heutigen Montag angesetzte Entscheidung über den künftigen Standort der Luft- und Raumfahrtausstellung vertagt. Ein Ersatztermin steht noch nicht fest.

ILA-Fahnen - © © Messe Berlin -

ILA-Fahnen

Aufgrund der zeitweiligen Sperrung des Lufttraums über Süddeutschland ist die für Montag erwartete Entscheidung über den künftigen Standort der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) verschoben worden. Wie der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) am Montag offiziell mitteilte, konnte die Präsidiumssondersitzung des BDLI zur Entscheidung über den ILA-Standort ab 2012 nicht stattfinden.

Als Grund wurde angeführt, dass wegen der erneuten Sperrung des Luftraumes wegen Vulkanasche einige BDLI-Präsidiumsmitglieder nicht rechtzeitig zur Sitzung am Montag anreisen konnten. Damit wäre das Gremium nicht beschlussfähig gewesen. Auch im Sinne der anreisenden und präsentierenden Delegationen aus Leipzig und Berlin-Brandenburg habe der BDLI am Sonntagabend die Entscheidung getroffen, die Sitzung zu vertagen.

Ein Ersatztermin stehe derzeit noch nicht fest, sagte ein Sprecher. Ziel des BDLI sei es, noch vor der ILA 2010 eine Entscheidung zu treffen. Ursprünglich wollte der BDLI am Montag entscheiden, wo die ILA ab 2012 ausgerichtet wird. Verbliebene Bewerber um die Ausrichtung waren Berlin-Brandenburg und Leipzig/Halle.

Wegen des Ausbaus des bisherigen Standorts Schönefeld zum Großflughafen Berlin Brandenburg International (BBI) muss die größte deutsche Luftfahrtmesse umziehen. Die ILA fand bisher alle zwei Jahre in Berlin-Schönefeld statt. Auch 2010 wird sie dort ausgerichtet. Um die Messe zu halten, wollen die Länder Berlin und Brandenburg für 27 Millionen Euro ein neues Gelände südlich von BBI bei der Gemeinde Selchow errichten.

Stand: 10.05.2010 - 9:44 AM Uhr

Quelle: ddp, dpa, airliners.de

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