Artikel vom 10.07.2009 0

ICAO kritisiert weltweite «Schwarze Liste»

Die Pläne von EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani für eine weltweite «Schwarze Liste» für unsichere Airlines stoßen auf Widerstand. ICAO-Präsident Roberto Kobeh fordert vielmehr Hilfe für die betroffenen Länder.

ICAO-Präsident Roberto Kobeh Gonzales (li), EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani - © © dpa -

ICAO-Präsident Roberto Kobeh Gonzales (li), EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani

Der Präsident der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO), Roberto Kobeh González, kritisierte den Vorstoß, die bisherige EU-Black List auf andere Kontinente auszuweiten.

«Ich glaube nicht, dass das eine Lösung ist», sagte er am Donnerstag in Brüssel. Um die Sicherheit zu erhöhen, seien verschiedene Maßnahmen nötig, betonte González. Unter anderem müsse man den Staaten, in denen es Mängel gebe, helfen.

Flugzeuge seien immer noch ein sicheres Transportmittel, betonte González. Die Mehrheit der Unfälle falle auf unvorhersehbare Umstände zurück, die nichts mit Normen zu tun hätten. Tajani hatte nach dem Absturz eines jemenitischen Airbus sowie einer Air-France-Maschine eine weltweite Liste gefordert.

Die geplante Liste solle Teil einer «weltweiten Strategie» für mehr Sicherheit werden, forderte der EU-Kommissar. Dazu gehöre auch, dass sich die EU etwa stärker bei der Ausbildung von Piloten und Technikern in Afrika engagiere.

Die EU prüft weiterhin, ob die jemenitische Fluggesellschaft Yemenia auf die europäische Liste gesetzt werden soll.

Stand: 10.07.2009 - 11:14 AM Uhr

Quelle: airliners.de mit dpa

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