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Artikel vom 03.05.2010

Gutachten: Hahn ist Nachtflug-Alternative zu Frankfurt

Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat ein Gutachten vorgestellt, wonach der Hahn Airport im Falle eines Nachtflugverbots ein Alternativstandort für nächtliche Cargo-Flüge ist. Die Fracht muss dann per Lkw auf den Hahn transportiert werden.

Frachtflugzeuge am Flughafen Hahn - © © AirTeamImages.com -

Frachtflugzeuge am Flughafen Hahn

Der Hunsrück-Flughafen Hahn steht aus Sicht der rheinland-pfälzischen Landesregierung im Falle eines Nachtflugverbots am Frankfurter Flughafen als Alternative für den nächtlichen Cargo-Betrieb bereit. Der Hahn könne «als Ausweichstandort unter anderem für Lufthansa Cargo die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsraumes Rhein-Main sichern», sagte der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SDP) bei der Vorstellung eines entsprechenden Gutachtens am Montag in Mainz.

Aus Sicht von Rheinland-Pfalz gebe es daher «keinen sachlichen Grund mehr», der gegen ein Nachtflugverbot am Rhein-Main-Flughafen spreche, betonte Hering. Zuvor seien allerdings Investitionen von rund sechs Millionen Euro etwa in neue Vorfeldpositionen und Abfertigungshallen zusätzlich zu den bereits für dieses Jahr geplanten Erweiterungen nötig.

Die von der Dorsch-Gruppe DC Airports im Auftrag des Mainzer Wirtschaftsministeriums verfasste Studie hat konkret die Verlagerung der nächtlichen Frachtflüge von Lufthansa Cargo untersucht.

Für die Lufthansa Cargo kommt eine Verlagerung indes nicht in Frage. «Für uns ist der Frankfurter Flughafen alternativlos», sagte ein Konzernsprecher auf ddp-Anfrage. Die Hälfte der Fracht werde an Bord von Passagierflugzeugen befördert. Zudem sei für die Frachtflugzeuge die Vernetzung sehr wichtig. Für eine schnelle Logistik sei es zentral, dass sich von der Wartung bis zur Crew alles an einem Standort konzentriere.

Außerdem verwies der Unternehmenssprecher auf die ökologische Belastung: Tausende zusätzliche Lastwagen müssten die Fracht vom Frankfurter Flughafen in den Hunsrück karren. Das koste Zeit und belaste die Umwelt.

Lufthansa-Chef Mayrhuber hatte bereits im letzten Jahr solchen nächtlichen Umzugsplänen eine Absage erteilt. Laut Mayrhuber werde wohl kein Spediteur ein Frachtzentrum 18 Stunden lang am Flughafen Frankfurt betreiben wollen und ein weiteres sechs Stunden lang am 100 Kilometer entfernten Hahn.

Stand: 03.05.2010 - 5:58 PM Uhr

Quelle: airliners.de mit ddp

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