Artikel vom 21.04.2010 0
Grenzwert für Vulkanaschebelastung festgelegt
Luftraumsperrung war unnötig
© Met Office
Messsonde an einer Dornier 228 des britischen NERC
Jetzt ist es amtlich: Das flächendeckende Flugverbot über Europa war wohl in weiten Teilen übertrieben. Vertreter der europäischen Luftfahrtindustrie haben sich am Dienstagabend mit der britischen Luftsicherheitsbehörde Civil Aviation Authority (CAA) auf Grenzwerte für Vulkanaschekonzentration in der Luft verständigt.
Die CAA legte den Grenzwert einer für Flugzeugtriebwerke schädlichen Vulkanaschekonzentration auf 2.000 Mikrogramm (0,002 Gramm) pro Kubikmeter Luft fest. Über Großbritannien lag der Wert in den letzten Tagen meist bei 0,0001 Gramm, als Höchstwert wurden 0,0004 Gramm gemessen.
Zudem muss den neuen Richtlinien entsprechend um eine Aschewolke eine nicht beflogene Sicherheitszone von 60 Meilen (etwa 110 Kilometer) eingehalten werden. Nach dieser Einigung hatte die CAA den britischen Luftraum wieder freigegeben.
Der Flugzeugbauer Airbus hat die internationale Einigung von Luftfahrtindustrie und Behörden auf einen Grenzwert für die zulässige Vulkanaschebelastung im zivilen Luftverkehr als wichtigen Fortschritt für die Flugsicherheit begrüßt. Damit sei ein bedeutsamer Erfolg in der Zusammenarbeit zwischen Flugzeugbauern, Triebwerksherstellern, Luftfahrtgesellschaften und staatlichen Behörden erzielt worden, teilte Airbus am Mittwoch in Hamburg mit.
Airbus hatte am Montag mit zwei eigenen Maschinen umfangreiche Testflüge in der Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull durchgeführt. Sie waren ohne Zwischenfälle und Einflüsse auf die Technik verlaufen. Die gewonnenen Daten hatte der Flugzeugbauer unmittelbar den zuständigen Behörden sowie den Triebwerksherstellern übermittelt.
Stand: 22.04.2010 - 10:29 PM Uhr
Quelle: ddp
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