Artikel vom 03.12.2009 0
Flughafen Lübeck startet Bürgerbegehren
© dpa
Anzeigetafel am Flughafen Lübeck
Der Flughafen Lübeck hat ein Bürgerbegehren gestartet, um die drohende Schließung im kommenden Jahr abzuwehren. Hintergrund ist die am 26. November 2009 in der Bürgerschaft getroffene Entscheidung, den Flughafen nur noch bis März 2010 mit liquiden Mitteln zu versorgen.
Die Flughafen Lübeck GmbH spricht in ihrem Aufruf davon, dass dies nicht der Haltung der Mehrheit der Lübecker Bürger entspreche. Bis zum 6. Januar 2010 werden nun 17.000 Unterschriften benötigt. Das entspricht etwa 10 % der Lübecker Wahlberechtigten.
„Wir sind sehr zuversichtlich, genug Unterschriften zu bekommen. Die Kollegen arbeiten mit Hochdruck daran, denn es geht um unsere Arbeitsplätze“, so die stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Doris Böhmke.
Der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften (BDF) hat sich bereits Ende Oktober für die Schließung des defizitären Flughafen-Projekts ausgesprochen. Lübeck sei ein "Parade-Beispiel dafür, wie teuer der öffentlichen Hand ein Flughafen kommen kann, für den es keinen ausreichenden Bedarf gibt", sagte BDF-Geschäftsführer Michael Engel in Berlin.
In anderen Bundesländern ergibt sich ein ähnliches Bild bei den kleinen Regionalflughäfen. So hat die thüringische Landesregierung am Mittwoch die Fördergelder für den Flughafen Altenburg bei Leipzig gestoppt. Auch der Flughafen Rostock-Laage scheint in finanziellen Nöten zu stecken. Einem Bericht des Senders NDR 1 Radio MV zufolge haben die drei kommunalen Gesellschafter um Unterstützung vom Land gebeten, auf Grund des EU-Wettbewerbsrechts jedoch eine Abfuhr kassiert.
Stand: 03.12.2009 - 6:16 PM Uhr
Quelle: airliners.de
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