Artikel vom 25.01.2012 0

Flughafen Hof-Plauen bleibt

Keine Dauer-Zusage für Subventionen

Dass der Flughafen Hof-Plauen bleibt, daran hat die bayerische Staatsregierung keine Zweifel - zumindest für Privatflieger. Aber ob die Millionen-Subventionen des Freistaats für den Linienflugbetrieb auch nach 2013 fließen sollen, ist unklar.

Eine Dornier 328 der Cirrus-Airlines steht auf dem Flughafen Hof-Plauen vor dem Tower.  - © © dpa - David Ebener

Eine Dornier 328 der Cirrus-Airlines steht auf dem Flughafen Hof-Plauen vor dem Tower.

Die Staatsregierung hält die Zukunft des Regionalflughafens Hof-Plauen für gesichert - auch wenn es beim Aus für den Linienflugbetrieb bleiben sollte. Der Flugplatz sei nicht vom Fortbestand des Linienbetriebs abhängig, sagte Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Hof-Plauen bleibe Schwerpunktlandeplatz für das östliche Oberfranken und stehe auch weiter für Geschäfts- und Privatflieger zur Verfügung.

Das schwarz-gelbe Kabinett vermied es aber, sich auch für die Zukunft und auf Dauer zu den bisher gezahlten, umstrittenen Millionen-Subventionen des Freistaats für den Linienflugbetrieb zu bekennen. «Die Frage stellt sich nicht», sagte Zeil auf Nachfrage, ob er die Zahlungen auch für die Zeit nach 2013 zusichern könne. FDP-Fraktionschef Thomas Hacker lehnte «Dauersubventionen» ab.

Die öffentliche Hand subventionierte den Linienflugbetrieb in Hof im Jahr 2011 mit 3,6 Millionen Euro. Davon entfiel der Löwenanteil auf den Freistaat. Erst im vergangenen Jahr hatten die Staatsregierung und die beteiligten oberfränkischen Kommunen ihren Zuschuss zum Flugbetrieb in der strukturschwachen Region nahe der sächsischen Grenze um 1,3 Millionen Euro erhöht. Damit sollte die verlustreiche Regionalfluglinie Hof/Plauen-Frankfurt bis März 2013 gesichert sein. Die Fluggesellschaft Cirrus Airlines, die die einzige Fluglinie betrieben hatte, meldete am Montag aber Insolvenzantrag an.

Zeil machte deutlich, dass die Staatsregierung die Gespräche mit dem Insolvenzverwalter lediglich «begleiten» werde. Auch die Staatsregierung könne schließlich niemanden herbeizaubern, der den Linienflugbetrieb in Hof sicherstellen könne. «Es gilt nun, die Zukunft des Flugbetriebs so rasch wie möglich zu klären», betonte Zeil. Der Ball liege jetzt beim vorläufigen Insolvenzverwalter. Der müsse Klarheit schaffen, wie es bei Cirrus Airlines weitergehe.

Das Kabinett stellt sich aber bereits auf die Möglichkeit ein, dass das Aus für den Linienflugbetrieb in Hof endgültig ist. «Sollte sich kein Übernehmer finden und die Fluglinie Hof-Frankfurt nicht weiter betrieben werden können, werden wir gemeinsam mit der Region über alternative Verkehrsmöglichkeiten beraten», sagte Zeil. Das Geld, das bislang in den Linienbetrieb in Hof floss, solle aber «auf jeden Fall in Oberfranken bleiben».

Nach Angaben Zeils wurden am Flughafen Hof im vergangenen Jahr insgesamt 8532 Starts und Landungen gezählt. Davon seien allerdings nur zwölf Prozent auf Linienflüge entfallen, erläuterte der Minister.

Stand: 25.01.2012 - 12:30 PM Uhr

Quelle: dpa

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