Artikel vom 27.11.2009 0
Flughäfen und Airlines streiten weiter um Entgelte
ADV lehnt zentralen Regulierungsbehörde ab
Fraport AG
Fingersteig B des Flughafen Frankfurt
Anlässlich ihrer Jahrestagung in Düsseldorf haben die im Flughafenverband ADV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen) vereinigten deutschen Flughäfen die Beibehaltung der politischen Rahmenbedingungen zur Entgeltfestlegung gefordert.
"Unser Ziel muss es sein, als Flughäfen unternehmerisch frei zu agieren. Dafür brauchen wir faire Flughafenentgelte", sagt ADV-Präsident Michael Eggenschwiler. Konkret fordern die deutschen Flughäfen eine "1-zu-1-Umsetzung" der EU-Entgeltrichtlinie in nationales Recht. Die EU-Richtlinie vom 15. März 2009 stelle einen "ausgewogenen Kompromiss zur Ausgestaltung der Aufsichtsbehörden und zur Wahlfreiheit des Geschäftsmodells" dar.
Im Hinblick auf die künftige Ausgestaltung der Aufsicht über die Flughäfen habe der europäische Gesetzgeber ausdrücklich die föderalen Strukturen der Bundesrepublik Deutschland anerkannt. Der Forderung der Fluggesellschaften nach der Einführung einer zentralen Regulierungsbehörde müsse mit dem Hinweis auf die Marktmacht der Airlines eine Absage erteilt werden.
Die Fluggesellschaften in Deutschland fordern bereits seit etlichen Jahren eine zentrale Verwaltung der Flughafen-Entgelte und verweisen dabei ihrerseits auf die "Monopolstellung der Airports".
Die Entgeltverhandlungen erfolge oft durch die Bundesländer, die einerseits für die Genehmigung von Entgelten zuständig sind, andererseits aber als Miteigentümer der Flughäfen laut BDF an der Steigerung dieser Gewinne Interesse haben.
Stand: 27.11.2009 - 6:24 PM Uhr
Quelle: airliners.de
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