Artikel vom 09.07.2009 0
EU signalisiert Genehmigung von AUA-Übernahme
© dpa
ICAO-Präsident Roberto Kobeh Gonzales (li), EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani
Lufthansa hatte im Dezember 2008 vereinbart, rund 42 Prozent an der hochdefizitäre österreichische Fluglinie für 366 000 Euro zu kaufen. Zudem sieht der Vertrag weitere Zahlungen je nach wirtschaftlicher Entwicklung des Unternehmens vor. Insgesamt könnte Lufthansa für eine Komplettübernahme maximal 382 Millionen Euro auf den Tisch legen. Zur Bedingung machte Lufthansa, dass die EU- Kommission spätestens bis zum 31. Juli grünes Licht für die Übernahme gibt und die Staatshilfe genehmigt.
Für beide Entscheidungen hat die Kommission bisher keinen konkreten Termin genannt. Am 1. Juli hatte sie ein vertieftes Prüfungsverfahren der Übernahme angeordnet. Die Behörde begründete dies damit, dass das Vorhaben unter anderem auf einigen Strecken zu höheren Preisen führen könnte.
Der Sprecher von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes, die für die Übernahme grünes Licht geben muss, betonte am Donnerstag jedoch, die Lufthansa müsse nun ausreichend Zugeständnisse zum Schutz des Wettbewerbs auf den Tisch legen. Ansonsten könnten die EU- Wettbewerbshüter kein grünes Licht für die Übernahme geben. «Es hängt alles davon ab, was Lufthansa jetzt vorschlägt.»
Für die krisengeschüttelte AUA könnte unter Umständen die Zeit knapp werden. Denn mit dem Prüfungsverfahren können sich die Wettbewerbshüter vom 1. Juli an 90 Tage Zeit lassen. Die defizitäre österreichische Airline spart derweil vorallem im Regionalnetz.
Erst vor kurzem hatten die EU-Wettbewerbshüter Deutschlands größter Airline grünes Licht für die Übernahme der Brussels Airlines und der britischen BMI gegeben.
Stand: 09.07.2009 - 7:15 PM Uhr
Quelle: dpa
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