Artikel vom 13.02.2012 0

Branche beunruhigt über Emissionshandelsstreit

Angesichts drohender Konsequenzen aufgrund des EU-Emissionshandels zeigt sich die Luftfahrtbranche beunruhigt. Was als System begonnen habe, sei zu einem potentiellen Handelskrieg geworden, sagte Airbus-Chef Tom Enders. Auch die IATA warnte vor den Auswirkungen des Konflikts auf die Industrie.

Verkehrsflugzeug in Reiseflughöhe - © © DLR -

Verkehrsflugzeug in Reiseflughöhe

Der Chef des europäischen Flugzeugbauers Airbus, Tom Enders, hat sich beunruhigt über den Streit um den europäischen Emissionshandel gezeigt. "Ich muss sagen, ich bin auch als Hersteller wirklich besorgt über die Konsequenzen", sagte Enders am Montag auf einer Konferenz im Vorfeld der Luftfahrt-Ausstellung in Singapur. "Was als System begonnen hat, das eine Lösung für die Umwelt darstellen soll, ist zu einem potenziellen Handelskrieg geworden."

Der 2005 eingeführte europäische Emissionshandel (ETS) gilt seit dem 1. Januar 2012 auch für die Luftfahrt. Demnach müssen alle Airlines mit Start- oder Landeort in der EU Verschmutzungszertifikate pro Tonne ausgestoßenen Klimagases für ihre Flüge vorweisen. Den Großteil bekommen sie gratis, einen Teil müssen sie kaufen. Abgerechnet für 2012 wird erst im Frühjahr 2013. China hat seinen Airlines die Teilnahme am ETS untersagt, auch die USA, Russland und Indien sind gegen die Einbeziehung ihrer Fluggesellschaften in das ETS.

Am Montag warnte auch der Generaldirektor des Branchenverbandes IATA, Tony Tyler, vor den Auswirkungen des Konflikts auf die Industrie. Die Luftfahrt-Branche könne einen "eskalierenden politischen Konflikt oder Handelsstreit schlecht vertragen", sagte Tyler. Zwar sei die Idee des EU-Emissionshandels positiv, aber der "einseitige Ansatz ist problematisch".

Stand: 13.02.2012 - 3:06 PM Uhr

Quelle: AFP

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