Artikel vom 07.12.2011 0
Billigflieger leiden unter Luftverkehrsabgabe
«Low Cost Monitor 2/2011»
© dpa
germanwings A319 in Köln/Bonn
Die Billigflieger in Deutschland haben 2011 einen drastischen Einbruch hinnehmen müssen. Als Grund dafür gilt die zu Jahresbeginn eingeführte Luftverkehrsabgabe, wie aus dem am Mittwoch in Köln vorgestellten "Low Cost Monitor 2011" des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt hervorgeht. Hatten im Sommer 2010 die 19 Billigfluggesellschaften in Deutschland mehr als 5.400 Flüge pro Woche angeboten, so lag diese Zahl im Sommer 2011 bei der gleichen Anzahl von Fluggesellschaften bei nur noch rund 4.800 Flügen. Das ist ein Rückgang von mehr als elf Prozent.
Dominiert wird das Billigsegment in Deutschland von Air Berlin, die auf knapp 2.400 Starts in einer Juliwoche kam. Mit deutlichen Abstand folgt Germanwings mit rund 950 Starts im gleichen Zeitraum. Air Berlin hatte Ende 2009 zahlreiche Strecken von TUIfly übernommen.
Im ersten Halbjahr 2011 nutzten den Angaben zufolge auf den 26 internationalen und regionalen Verkehrsflughäfen mehr als 30 Millionen Passagiere die Angebote von Billigfluggesellschaften. Umgerechnet ist das ein Marktanteil auf diesen Verkehrsflughäfen von 33 Prozent im Vergleich zu 35 Prozent im vergangenen Jahr. Den höchsten Anteil in Deutschland hatten die Berliner Flughäfen mit mehr als sechs Millionen Passagieren.
Link: Low-Cost Monitor 2/2011 des DLR (PDF, 0.39 MB)
Stand: 07.12.2011 - 3:38 PM Uhr
Quelle: dapd, DLR
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