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Artikel vom 29.07.2010

Berliner Flughäfen befürchten Passagiereinbruch

Luftverkehrsabgabe

Der Berliner Flughafen-Chef Rainer Schwarz befürchtet, dass nach der Einführung der geplanten Luftverkehrsabgabe bis zu eine Million weniger Flugreisende die Berliner Flughäfen nutzen werden. Kritik äußerte Schwarz insbesondere an der Doppelbesteuerung von Inlandsflügen.

Rainer Schwarz - © © Berliner Flughäfen - Marion Schmieding/Alexander Obst

Rainer Schwarz

Berlins Flughafen-Chef Rainer Schwarz befürchtet im Falle der Einführung der geplanten Luftverkehrssteuer 2011 einen drastischen Passagiereinbruch. «Wir glauben, dass wir durch die Abgabe bis zu eine Million Passagiere verlieren werden», sagte Schwarz der Tageszeitung «B.Z.» (Donnerstagausgabe).

Schwarz kritisierte die Doppelbesteuerung auf Inlandsflügen. «Wer etwa von Berlin nach Köln/Bonn und zurück fliegt, zahlt die Abgabe doppelt. Wer hingegen Langstrecke ins Ausland fliegt, zahlt nur einmal - und merkt die Abgabe angesichts eines hohen Flugpreises viel weniger.» Schwarz forderte eine «viel stärkere Spreizung zwischen Kurz- und Langstrecke». Zudem sollten Passagiere, je nachdem, ob sie Economy- oder Business-Class fliegen, unterschiedlich belastet werden.

Ersten Planungen zufolge sollte die Luftverkehrsabgabe 13 bis 26 Euro betragen. Mittlerweile denkt die Bundesregierung aber auch über ein dreistufiges Modell nach, bei dem die Abgabe je nach Streckenlänge  9, 25 oder 40 Euro betragen könnte.

Stand: 29.07.2010 - 10:28 AM Uhr

Quelle: ddp, airliners.de

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